Serenity

Action/Abenteuer, USA 2005
Mit Star Wars-Parallelen: Serenity

Mit Star Wars-Parallelen: Serenity

Einen Film ins Kino zu bringen, der auf einer Serie basiert, die im US-Fernsehen nach nur elf Folgen abgesetzt und in Deutschland gar nicht erst gezeigt wurde - das klingt nach einer großen Herausforderung. Doch hinter "Serenity" steht kein Geringerer als der Erfinder der erfolgreichen Fantasy-Serien "Buffy" und "Angel", Joss Whedon.

500 Jahre in die Zukunft, in einer fernen Galaxie, nach einem großen Krieg. Die "Serenity" ist ein altes Raumschiff, dessen Besatzung um Kapitän Mal Reynolds sich mit Schmuggel und anderen mehr oder minder legalen kleinen Geschäften durchschlägt. Man kommt nicht umher, da sofort an "Star Wars" zu denken, und Whedon ist es auch recht so. "Mal ist gewissermaßen Han Solo, der fünf Minuten später ins Lokal kam und dadurch den alten Obi-Wan verpasste", beschrieb er selbst die Verwandtschaft der Helden der beiden Geschichten.

Auch die Handlung legt Parallelen zu "Star Wars" nahe. Die "Serenity" gerät ins Visier der allmächtigen herrschenden Allianz, nachdem sie einen jungen Arzt und seine Schwester an Bord nimmt, die als Seherin und Gedankenleserin im Regierungsauftrag zu viel erfahren hat - auch wenn sie gar nicht mehr weiß, was genau sie weiß. Eine atemlose Jagd mit überraschenden Wendungen und spektakulären Kämpfen beginnt.

Für sein Kino-Debüt als Regisseur setzte Whedon auf die Schauspieler aus der TV-Version und verzichtete dadurch auf bekannte Namen. Visuell war die Devise: Rasante Action und möglichst viel Realismus. Die lebendigen, verwackelten Bilder dazu lieferte Kameramann Jack Green, der unter anderem mehrere Filme für Clint Eastwood gedreht hatte.

Der TV-Sender Fox hatte die ungewöhnliche Space-Western-Serie unter dem Namen "Firefly" 2002 nach einem mäßigen Start nicht nur sehr schnell aus dem Programm genommen, sondern es auch noch geschafft, die Episoden in falscher Reihenfolge zu zeigen. Die zweite Chance haben Whedon und die "Serenity"-Crew den Fans zu verdanken. Als sie schnell mehr als 200.000 Stück der DVD-Box mit allen 14 gedrehten Folgen aus den Läden fegten, ließ sich das Universal-Filmstudio für einen neuen Anlauf auf der Kinoleinwand breitschlagen.

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