Serengeti

Dokumentation, D 2011
Neunzig Minuten schöne heile Tierwelt

Neunzig Minuten schöne heile Tierwelt

Schon vor mehr als 50 Jahren waren deutsche Naturfilmer von Afrika fasziniert, Bernhard Grzimek gewann 1960 mit seiner engagierten Dokumentation "Serengeti darf nicht sterben" einen Oscar. Jetzt hat Regisseur Reinhard Radke die Thematik erneut aufgegriffen: "Serengeti" ist eine optisch durchaus ansprechende Fleißarbeit, die auf kritische Untertöne verzichtet.

In zweijähriger Drehzeit haben Radke und seine Kameramänner sich auf die Spur von unzähligen Gnus, Zebras und Antilopen gemacht, die alljährlich vom Kraterhochland im Süden der Serengeti nach Norden ziehen, immer auf denselben Routen, fast immer auf der Suche nach Wasser. Die Herden überwinden reißende Flüsse, wandern durch endlose Graswüsten und müssen sich höllisch vor Löwen, Leoparden, Geparden und anderen hungrigen Wegelagerer in Acht nehmen. Die hinlänglich bekannte, genretypische Dramaturgie von Jagen und Gejagtwerden dominiert. Alle zehn Minuten taucht der Jäger auf, eine Löwin mit putzigem Nachwuchs, oder ein regungslos im Schlamm liegendes Krokodil, das dann in Superzeitlupe schnaubend sein Maul aufreißt. Dann liegt wieder ein Gnu am Boden, und den Rest besorgen die Geier - der ewige Kreislauf von Fressen und Gefressen werden.

Die Macher von "Serengeti" haben ganz bewusst auf kritische Anmerkungen zur ökologischen Situation und Bedrohung des 30.000 Quadratkilometer großen UNESCO-Weltnaturerbes durch den Tourismus verzichtet, weil sie die "andächtige Ergriffenheit", die ihr Film erzeugen soll, nicht zerstören wollen. Neunzig Minuten schöne heile Tierwelt, und Schauspieler Hardy Krüger Jr. spricht den weihevollen Kommentar dazu.

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