Senso

Kriegsfilm/Drama, I 1954

Stark ausgeweitete Aktivitäten und erfreuliche Besuchersteigerungen vermeldete Filmmuseums-Direktor Alexander Horwath in Wien. Die aktuelle Retrospektive zum italienischen Regisseur Luchino Visconti werde wahrscheinlich sogar die erfolgreichste werden, die das Haus je gemacht habe. Am 22. Jänner wird mit "Senso" ein Klassiker gezeigt.

"Einer der großen Entwürfe des Erzählkinos und ein Film, in dem Opulenz und Tiefe, Distanz und Passioniertheit einander die Waage halten", meldete der Filmkritiker Harry Tomicek. Visconti habe mit "Senso" die Pforten einer Leidenschaft geöffnet, "die ihn und sein Werk die nächsten beiden Jahrzehnte in Bann halten wird".

"In subtil glühenden Farbkompositionen kreist Senso um die Geschehnisse der Schlacht von Custozza, verwebt souverän private Tragödie, gesellschaftliche Studie, nationales Epos und historische Substanz zu völliger Durchdringung. Chaos des Kriegs, Chaos der Gefühle - die Wirren der Befreiungsbewegung, der amour fou der Contessa Sarpieri zum österreichischen Leutnant Franz Mahler", so Tomicek.

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