Sein letztes Rennen

Drama, D 2013
Paul Averhoff will es noch einmal wissen

Paul Averhoff will es noch einmal wissen

Lange war Slapstick sein Metier. In dem Film "Sein letztes Rennen" wechselt Dieter Hallervorden ins tragikomische Fach. Ein guter Lauf.

Mit dem Tollpatsch "Didi" hat Dieter Hallervorden Fernsehgeschichte geschrieben: Seine Slapstick-Serie "Nonstop Nonsens" spielte in den 1970er Jahren Zuschauerrekorde ein wie sonst nur der Fußball. Mit 78 Jahren wagt das Berliner Multitalent jetzt ein Comeback auf der Kinoleinwand. In dem Feel-Good-Movie "Sein letztes Rennen" gibt der Kabarettist, Schauspieler und Theaterleiter einen gealterten Marathon-Champion, der es am Schluss seines Lebens noch einmal richtig wissen will.

Hallervorden spielt den (ausgedachten) Marathonläufer Paul Averhoff, der vor mehr als 50 Jahren sensationell olympisches Gold geholt hat. Als er mit seiner zunehmend gebrechlichen Frau (wunderbar: Tatja Seibt) ins Altersheim ziehen muss, geht er zwischen Bastelstunde, frommen Liedern und püriertem Essen ein wie eine Primel.

Im letzten Augenblick kommt ihm ein rettender Gedanke: Er holt seine alten Laufschuhe aus dem Schrank und beginnt wieder mit dem Marathontraining. Tausend Widerstände und 42,195 Kilometer später läuft er im Berliner Olympiastadion über die Ziellinie - fix und fertig, aber mit sich im Reinen.

Der einstige Kult-Komiker hat für die Rolle vier Monate lang hart trainiert. Er stellte seine Ernährung um, verzichtete auf Alkohol, ging ins Fitness-Studio und nahm neun Kilo ab. Die Startnummer 17.840 auf der Brust, mit weißem Hemdchen und blauem Stirnband, reihte er sich bei den Dreharbeiten im vergangenen Jahr mühelos in den legendären Berlin-Marathon ein - auch wenn er nicht die ganze Strecke mithalten musste. "Das Schwierigste daran war, irgendwie zu verhindern, dass die Mitläufer mich als Dieter Hallervorden erkannten", erzählte er in einem Interview.

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