Schultze gets the blues

Abenteuer/Komödie, D 2003
Südstaatenmusik ändert Schultzes Leben

Südstaatenmusik ändert Schultzes Leben

In dem preisgekrönten Kinofilmdebüt "Schultze gets the blues" des deutschen Autors und Regisseurs Michael Schorr bricht ein Frühpensionist aus der Tristesse seines eintönigen Alltags aus. Er wagt einen Neuanfang, der ihn bis in die Sümpfe von Louisiana führt.

Wehmütig blickt ein rundlicher Pensionist (Horst Krause) auf das Werkstor des still gelegten Salzbergwerks in Sachsen-Anhalt. Seit der Schließung verbringt der Vorruheständler seine Zeit zusammen mit ehemaligen Kumpeln in diversen Lokalen, im Schrebergarten oder mit dem Polka-Spielen auf seinem Akkordeon. Als er eines Nachts Südstaatenklänge im Radio hört, lässt ihn diese Musik nicht mehr los. Der Hobbymusiker greift in die Tasten und verfällt fortan dem Blues, womit er beinahe die gediegene Jubiläumsfeier seines Heimatmusikvereins sprengt.

Mit diesem kleinen, tragikomischen Low-Budget-Film stieß der ostdeutsche Filmemacher Schorr auf eine überwältigende Resonanz im In- und Ausland. Bei den internationalen Filmfestspielen in Venedig bekam "Schultze gets the Blues" viel Lob und erhielt den Regiepreis der Nebenreihe Controcorrente. Seitdem wurde der Film zu zahlreichen Festivals eingeladen und von Stockholm bis Spanien mit Preisen dekoriert.

Mit langsamem Erzähltempo und leisen Zwischentönen fängt der Regisseur auf dieser atmosphärischen Reise nicht nur verschiedene Lebensentwürfe und Vorstellungen von Wirklichkeit ein, sondern verdichtet die Lebensträume seines alternden Protagonisten mit augenzwinkerndem Humor zu einer stimmungsvollen, bewegenden Ballade.

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