Schneeland

Drama/Romanze, D 2005
Außergewöhnliche Leute in ebensolcher Landschaft

Außergewöhnliche Leute in ebensolcher Landschaft

"Schneeland" ist der Titel des ersten Films seit zehn Jahren von Grimme-Preisträger Hans-W. Geißendörfer. Die Produktion des "Lindenstraße"-Erfinders dreht sich um Liebe, Tod, Sehnsucht und Verlust und basiert auf der Romanvorlage "Hohaj" der schwedischen Autorin Elisabeth Rynell.

Erzählt wird die Geschichte der Schriftstellerin Elisabeth (Maria Schrader), die ihr Leben beenden will und in den schneereichen Weiten Lapplands auf die Spuren einer radikalen Liebe zweier außergewöhnlichen Menschen Ina (Julia Jentsch) und Aron (Thomas Kretschmann) trifft. Ina wird von ihrem Vater (Ulrich Mühe) mit Prügeln misshandelt und sexuell missbraucht. Aron wiederum hat den Tod seines Vaters auf dem Gewissen. Schriftstellerin Elisabeth findet durch die Kraft der Liebe von Ina und Aron zurück in ihr eigenes Leben.

Geißendörfers Film enthält ebenso faszinierende Landschaftsaufnahmen wie demaskierende Nacktszenen sowie überraschende Geräuscheffekte. Das in Koproduktion mit dem WDR entstandene Zweieinhalbstunden-Drama war für Geißendörfer "wie, wenn man sich in eine Frau verliebt". Er betonte, er habe bei der Aufführung sein Hemd durchgeschwitzt. In den nächsten fünf Jahren wolle er auf jeden Fall wieder mehr Filme machen.

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