Schindlers Häuser

Dokumentation/ , D/A 2007 Schindlers Häuser

Architektur als Autobiografie darzustellen ist das Ziel des Films "Schindlers Häuser" von Heinz Emigholz. In chronologischer Reihenfolge zeigt der Film des deutschen Regisseurs vierzig Bauwerke des österreichisch-amerikanischen Architekten Rudolph Schindler aus den Jahren 1921 bis 1952.

Schindlers konstruierte Häuser laufen in ruhigen Einstellungen von Außen und Innen in dia-ähnlicher Abfolge über die Kinoleinwand. Untermalt werden diese Bildfolgen hauptsächlich von Alltagsgeräuschen wie Hundegebell, Straßengeräuschen und Schritten.

Der Architekt Rudolph Michael Schindler wurde 1887 in Wien geboren und starb 1953 in seiner Wahlheimat Los Angeles. Besonders in den USA konnte er sich einen Ruf als wichtiger Vertreter der "klassischen Moderne" erwerben. Während seines Architektur- und Bauingenieursstudiums in Wien war er gemeinsam mit Richard Neutra Schüler von Otto Wagner und Adolf Loos. Heinz Emigholz war durch einen Zufall auf Gebäude des Architekten gestoßen. "Ein paar Jahre später habe ich dann den Plan für die Filmserie "Photographie und Jenseits" entwickelt. Und Schindler war nach Louis Sullivan und Robert Maillart zusammen mit Adolf Loos das missing link zur Gegenwart - was jedenfalls mein Raumbefinden anbelangt", erklärt der Regisseur.

In "Schindlers Häuser" arbeitete Emigholz bewusst mit einer starren Kameraeinstellung, dadurch soll der Zuschauer, dem in den 99 Minuten durch die ruhigen Einstellungen einiges abverlangt wird, sich an der Stelle der Kamera in den Raum setzen. Zudem arbeitet der Regisseur, der in Berlin einen Lehrstuhl für Experimentelle Filmgestaltung hat, sehr viel mit dem gleichzeitigen Zeigen und Nicht-Zeigen.

"Schindlers Häuser" ist Teil der Trilogie "Photografie und Jenseits", die laut Amor Fou noch 2007 fertig gestellt werden soll. Thema sind aktive Gestaltungs- und Projektionsleistungen, wie Schrift, Zeichnung, Fotografie, Architektur und Skulptur. "Loos ornamental" und "Kieslers Projektionen" sind noch in Arbeit.

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