Safe House

Action/Krimi, USA/ZA 2012
Spannung mit Denzel Washington

Spannung mit Denzel Washington

Hollywood-Schauspieler Denzel Washington und sein muskelbepackter Jungkollege Ryan Reynolds sind Kontrahenten in "Safe House". Der CIA-Actionthriller zeichnet sich außerdem durch brutal markante Bildsprache aus.

Einen geheimen Unterschlupf mag sich mancher wünschen, der diese Welt betrachtet: Schnell und hektisch, in Momentaufnahmen zerhackt und zerstückelt, voller Computer, Monitore und Handys, angeheizt von mal pochenden, mal vibrierenden Tönen und vor allem gnadenlos brutal - so zeigt Regisseur Daniél Espinosa im Action-Thriller "Safe House" ("geheimer Unterschlupf") das Leben seiner Filmpersonen in Washington D.C. und vor allem in Kapstadt. Hier steht die Figur von Hollywood-Held Denzel Washington auf der falschen Seite - als ehemaliger CIA-Eliteagent Frost, der Militärgeheimnisse an Nordkorea verraten hat und nun als Gefangener in einem solchen "Unterschlupf" auf seinen Prozess wartet.

Mit seinem ersten Spielfilm in den Vereinigten Staaten hat Espinosa, 1977 geborener chilenischstämmiger Schwede, der in Skandinavien bereits Erfolge feierte mit Werken wie "Easy Money", das Genre nicht gerade neu erfunden. Doch punktet seine konventionelle, für manche Zuschauer auch vorhersehbare Produktion immerhin mit markanter Bildsprache, Einblicken in die südafrikanische Küstenmetropole und einer beachtlichen, wenngleich relativ leidenschaftsarm agierenden Star-Riege. Dazu zählen der zweifache Oscar-Gewinner Washington ("Déjà Vu - Wettlauf gegen die Zeit") und Scarlett Johanssons muskelbepackter Ex-Ehemann Ryan Reynolds ("Green Lantern") ebenso wie - als wettergegerbte CIA-Chefs - das irische Urgestein Brendan Gleeson ("The Guard") und Edel-Haudege Sam Shepard ("Fair Game").

Die Geschichte lässt sich auch als reißerisches Roadmovie zweier sehr unterschiedlicher, plakativ angelegter Figuren verstehen. Weil das Gebäude, in dem der zynische Alt-Profi Frost mit seinem jungen, naiv-idealistischen Bewacher Weston (Reynolds) einsitzt, von einem wild um sich feuernden Killerkommando gestürmt wird, fliehen beide. Kurzfristig muss Spezialagent Weston den ihn raffiniert manipulierenden Schwerverbrecher an einen zweiten geheimen Ort bringen. Gezwungenermaßen gehen die beiden dabei eine Art Symbiose ein, denn sie wissen nicht, von welcher Seite Frost mundtot gemacht werden sollte - von Terroristen? Oder etwa aus der CIA-Chefetage?

Der gutgläubige Weston spürt seine Moralvorstellungen und seinen Lebensplan schwer auf die Probe gestellt. Denn eiskalt agieren hier alle Menschen - als hätten sie ihre Menschlichkeit verloren. Mitsamt crashreichen Autoverfolgungsjagden, Explosionen, hemmungslosem Töten und einem blutigem Besuch in einem Schwarzen-Wellblechhüttenviertel gerät Espinosas "Safe House" schließlich zum schlicht konsumierbaren Agententhriller.

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