Sabotage

Action/Krimi, USA 2014
Nach getanem Job ist die Zigarre einfach Pflicht

Nach getanem Job ist die Zigarre einfach Pflicht

Wieder einmal kehrt Arnold Schwarzenegger auf die Leinwand zurück. Auch mit 66 Jahren und faltigem Gesicht lässt der rüstige Actionstar seinem "Terminator"-Spruch "I'll be back" ("Ich komme wieder") noch Taten folgen. Dabei zeigt er sich mit "Sabotage" auf seine alten Tage wandlungsfähig. Neben den üblichen Action-Klischees verpasste Regisseur David Ayer der neuen Arnie-Rolle eine dunkle Seite.

Die Handlung des Polizei-Thrillers wirkt auf den ersten Blick nicht wirklich originell: Als Anführer einer Anti-Drogen-Einheit kämpft Arnie alias John Wharton gegen Drogenkartelle. Seit seine Familie von Bösewichten entführt, gefoltert und getötet wurde, lebt er nur noch für sein durchgeknalltes Team. Die Profis mit Spitznamen wie "Monster" (Sam Worthington), "Sugar" (Terrence Howard) und "Grinder" (Joe Manganiello) trinken, fluchen und mischen Stripclubs auf. Harte Kerle ohne weichen Kern. "Lizzy" (Mireille Enos) erfüllt als durchgeknallte Drogenbraut die Frauenquote der Elitetruppe.

Bei einer bleihaltigen Razzia will die Mannschaft zehn Millionen Dollar vom Drogengeld in die eigene Tasche abzwacken. Die Beute verschwindet aber auf mysteriöse Weise. Plötzlich werden mehr und mehr Mitglieder der Truppe auf grausame Weise ermordet. Im Team machen sich Panik und Paranoia breit. Nimmt das Kartell Rache? Oder gibt es einen Verräter in der Truppe?

"Sabotage" ist ein recht typischer Action-, aber nicht unbedingt ein typischer Arnie-Streifen. In seiner Filmografie mimte er meist den muskelbepackten Helden ("Terminator II", "Predator") oder den muskelbepackten Bösewicht ("Terminator I", "Batman & Robin"). In "Sabotage" bleibt Schwarzenegger in der Rolle von John Wharton ungewohnt ernst. Schwarzenegger mimt einen gebrochenen Mann, dem in seiner Verzweiflung sogar mal die Tränen kommen. John Wharton drückt seinen Widersachern keine ironisch-platten Sprüche rein, bevor er sie ins Jenseits befördert. Wharton ist vom Leben gezeichnet und kämpft vor allem mit sich selbst.

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