S21: The Khmer Rouge Death Machine

Dokumentation/ , K/F 2003
Beeindruckender Film über das Lager "S21"

Beeindruckender Film über das Lager "S21"

Rithy Panh ist der bekannteste Filmemacher aus Kambodscha. Mit fünfzehn Jahren gelang ihm die Flucht aus einem Umerziehungslager der Roten Khmer. Nach seinem Film-Studium in Paris dreht er nun vorwiegend Spiel- und Dokumentarfilme über seine Heimat. Ein Beispiel dafür ist sein jüngster Film "S21: The Khmer Rouge Death Machine".

Zwei Millionen Menschen wurden in Kamboscha zwischen 1975 und '79 während des Terrorregimes der Roten Khmer getötet. Einer der größten Völkermorde der Neuzeit wurde bis heute kaum aufgearbeitet. Der Code "S21" stand für das gefürchtetste Todeslager, in dem etwa 17.000 Menschen als "Staatsfeinde" inhaftiert, gefoltert und umgebracht wurden. Alle diese Verbrechen sind sorgfältig in Wort und Bild dokumentiert.

Es gab nur drei Überlebende. Zwei davon führte Rithy Panh nun mit einigen ihrer ehemaligen Peiniger zusammen. Er bringt die ehemaligen Schlächter dazu, am Originalschauplatz ihre bizarren Riten der Bewachung, Drangsalierung, Demütigung nachzuspielen. Und in langen, für alle Teilnehmenden schmerzlichen Gesprächen werden die Details der monströsen Geschichte erstmals ausgesprochen - der Ton ist merkwürdig ruhig, höflich, kein Zorn der Welt kann für das, was geschah, Erlösung bringen...

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