Rückkehr nach Montauk

Drama/Romanze, D 2017

Max und Rebecca verbringen noch einmal ein Wochenende miteinander

Volker Schlöndorff schickt Stellan Skarsgård nach New York, um eine Liebe aufzuwärmen.

Darum geht's in ‚Rückkehr nach Montauk‘:

Ss gibt eine Liebe im Leben, die du nie vergisst, so sehr du es auch versuchst!" - Der Schriftsteller Max Zorn (Skarsgård) schreibt in seinem jüngsten Werk vom Scheitern einer Liebe zu einer Frau in New York vor 17 Jahren. Auf einer Lesereise trifft Max, mittlerweile Anfang 60, Rebecca Epstein (Hoss) in der US-Metropole wieder. - Weil sich Rebecca ausgerechnet dort, wo die beiden damals ein leidenschaftliches Wochenende verbracht haben, ein Haus anschauen will, bittet sie Max, ihn zu begleiten. Er sagt zu, obwohl seine Lebensgefährtin Clara (Wolff) in New York auf ihn wartet. In Montauk will Max die Zeit von damals wiederholen. Doch während Max seine Zuneigung offenbart, wird klar, dass Rebecca nicht frei ist.

Unsere Meinung zu ‚Rückkehr nach Montauk‘:

In Montauk, der indianische Name für die nördliche Spitze von Long Island, erlebte der Schweizer Schriftsteller Max Frisch (1911-1991) in den 1970ern ein Liebeswochenende, das er in der sehr persönlichen Novelle verarbeitete. Volker Schlöndorff (Auslands-Oscar für ‚Die Blechtrommel‘) lieh sich die Grundkonstellation von Frischs Montauk aus und machte daraus seine eigene Geschichte.

Mit ‚Die Rückkehr nach Montauk‘ gelingt Schlöndorff ein optisch und musikalisch stimmig umgesetztes Drama über die Zukunftslosigkeit der Vergangenheit und über vertane Chancen. Geschichte und Dialoge hingegen hätten mehr Biss vertragen. Die Texte -zwar poetisch formuliert - sind an viele Stellen behäbig: Wenn zum Beispiel die kühle Hoss dem überheblichen Skarsgård auf sein "Ich habe nie verstanden, was du in mir gesehen hast" mit einem "Ich wollte, dass du der Vater meiner Kinder bist" antwortet. Ob's Frisch gefallen hätte?

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