Rubinrot

Fantasy/Science Fiction, D 2013
Neue Teenie-Helden

Neue Teenie-Helden

Ein deutscher Beitrag zum Fantasy-Hype: Kerstin Giers Zeitreisen-Trilogie "Rubinrot" kommt ins Kino. Der erste Film muss sich vor US-amerikanischer Konkurrenz nicht verstecken - und bald dürfte auch Deutschland seine Teenie-Idole haben.

Hollywood hat es vorgemacht: Mit fantastischen, übersinnlichen oder futuristischen Liebesgeschichten lässt sich viel Geld verdienen. Teenager, vor allem junge Mädchen, verschlingen Bücher wie die der Vampir-Saga "Twilight" oder die "Tribute von Panem" über tödliche Spiele in einer futuristischen Welt. Die Filme dazu lösten einen weltweiten Hype aus, ihre Stars wurden zu Teenie-Helden. Nun kommt der deutsche Beitrag zum Fantasy-Hype in die Kinos. Regisseur Felix Fuchssteiner ("Draußen am See") bringt den ersten Teil von Kerstin Giers Erfolgs-Trilogie "Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten" auf die Leinwand - und er hat in seinem ersten ganz großen Kinofilm alles richtig gemacht.

Die Nebenrollen sind mit Stars wie Veronica Ferres, Josefine Preuß, Axel Milberg, Katharina Thalbach oder Kostja Ullmann ebenso hochkarätig wie passend besetzt, der Soundtrack von Sofi de la Torre ist eingängig und dürfte dem jungen Publikum gefallen.

Doch vor allem die Hauptdarsteller sind hervorragend gecastet: Die Rolle von Hauptfigur Gwendolyn, die dank eines ganz besonderen, in ihrer Familie vererbten Gens durch die Zeit reisen kann, hat Fuchssteiner mit der 20-jährigen Maria Ehrich besetzt, die Zuschauer mit Nacktszenen und Küssen mit Christiane Paul im Fernseh-Dreiteiler "Das Adlon" aufgefallen sein könnte. Die eigentlich gerne für zarte Rollen besetzte, hübsche junge Frau spielt die rebellische 16-Jährige mit viel Kraft und sehr überzeugend. Jannis Niewöhner als ebenfalls zeitreisender Gideon ist perfekt für die Rolle des Teenie-Schwarms.

Der Film hat wirklich alles, was sich das (weibliche) Teenager-Herz wünscht: eine rebellische Heldin, die erste Liebe und eine sehr spannende Familiengeschichte um mysteriöse Geheimnisse, Verrat und andere Welten in anderen Zeiten. "Es ist eine Fantasy-Geschichte, eine große, eigene Traumwelt", sagt Jannis Niewöhner. Das Spannendste an dem Film aber ist, dass er - was Optik, Effekte und Ausstattung angeht - locker mit Hollywood-Blockbustern mithalten kann. Das an sich mag zwar noch kein Qualitätskriterium sein, für einen Teenie-Film und Popcorn-Kino aber ist es genau richtig.

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