Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe

Komödie/Romanze, D 2008
Robert Zimmermann (r.) liebt eine ältere Frau

Robert Zimmermann (r.) liebt eine ältere Frau

Nicht erst einmal hat "Die Reifeprüfung" (1967) als Vorbild oder Referenz für andere Filme gedient. Auch in Leander Haußmanns Komödie "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe" geht es um einen jungen Mann und seine Beziehung zu einer älteren Frau. Doch wo Dustin Hoffmans Verhältnis mit Anne Bancroft sexueller Natur blieb, geht es zwischen Tom Schilling und Maruschka Detmers um die Liebe.

Das revolutionäre Potenzial des Stoffes ist mit den Jahren verschwunden, daran hat Haußmann aber ohnehin kein großes Interesse mehr. Er nutzte die Buchvorlage von Gernot Gricksch aus dem Jahr 2005, um seinen Protagonisten, Robert Zimmermann, in ein teils wie bei Michel Gondry inszeniertes Setting in Hamburg zu setzen. Zimmermann ist Videospieldesigner und lebt mit seinem besten Freund in einer großen eigenen Wohnung. Und wie es der Zufall will, verliebt er sich ausgerechnet in eine Reinigungskraft aus der Putzerei, die einen Faible für den berühmten Film von Mike Nichols hat.

Während Robert Zimmermann versucht, Monika aus der Putzerei mit sanfter Romantik für sich zu gewinnen, geht es auch in seiner restlichen Familie drunter und drüber: seine Eltern wollen sich trennen, die lesbische Schwester ließ sich von ihrem besten Freund schwängern, und im Elternhaus wird gerade ein langweiliger Historienfilm gedreht.

In der "Reifeprüfung" verliebt sich Hoffman schließlich in die Tochter von Bancroft, in "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe" muss Tom Schilling erst einmal das Vertrauen von Detmers Sohn gewinnen und seine Ex-Freundin loswerden. Das alles geschieht mit liebenswertem Charme und viel Situationskomik, vor allem Schilling - der zuletzt in der Verfilmung von Taboris "Mein Kampf" in die Rolle des jungen Hitler schlüpfte - und Detmers geben auf der Leinwand ein entzückendes Paar ab. Zusammen mit dem Soundtrack und vielen sympathischen kleinen Details ergibt das einen Feel-Good-Film, der durchaus Erinnerungen an Haußmanns Kinoerfolg "Herr Lehmann" wach werden lässt.

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