Renoir

Drama, F 2012
Renoir findet im hohen Alter noch einmal das Glück

Renoir findet im hohen Alter noch einmal das Glück

Ein leichter Wind spielt mit dem Vorhang, sanftes Licht fällt durch das Fenster und auf den nackten Körper der jungen Frau. Herrliche Bilder und prachtvolles Licht lassen das Künstlerporträt über Auguste Renoir zu einem Gemälde mit der Kamera werden. Die Geschichte beschreibt die letzten Jahre des kranken Malers (1841-1919) auf seinem Anwesen an der französischen Mittelmeerküste.

Bei dem Film von Gilles Bourdot handelt es sich um kein Biopic im engeren Sinn. Vieles ist Fiktion, wirklich gegeben hat es lediglich die Figuren und die Folgen ihrer Begegnung. Mit dabei: Andree Heuschling, um deren Schönheit und Formen der alte Maler und sein Sohn Jean konkurrierten.

Der Film spielt während des Ersten Weltkriegs. Renoir leidet an heftiger Arthritis. Er sitzt im Rollstuhl, schreit nachts vor Schmerzen und kann den Pinsel nicht mehr aus eigener Kraft in der Hand halten. Renoir ist müde und frustriert. Seine Frau ist gestorben und seine beiden Söhne Pierre und Jean an der Front. Da taucht die sinnliche Andree auf, die Renoir von seinem Malerkollegen Henri Matisse als Modell empfohlen wurde. Sie ist Tänzerin, Schauspielerin und bringt Licht in den Alltag des Malers. Sie wird zu einer seiner letzten Muse, die ihn zu einigen seiner schönsten Gemälde anregt.

Der Titel hätte ebenso gut "Les Renoirs" heißen können. Denn beschrieben wird die Beziehung zwischen dem impressionistischen Maler und seinem Sohn Jean, dem späteren Filmemacher ("Die große Illusion"). Beide finden in der sinnlichen Andree ihre Inspirationsquelle, was zunächst zu Spannungen in dem komplizierten Vater-Sohn-Verhältnis führt. Die junge Frau hat später tatsächlich unter dem Pseudonym Catherine Hessling in den ersten Stummfilmen von Jean Renoir mitgespielt.

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