Ray

Drama/Musikfilm, USA 2004
Jamie Foxx glänzt im "Biopic" als Ray Charles

Jamie Foxx glänzt im "Biopic" als Ray Charles

Das bewegte Leben von Soul-Legende Ray Charles (1930 bis 2004), von seinen Wurzeln im rassengetrennten Georgia bis zu seinem Tod im Vorjahr, bietet locker Stoff für mehrere Kinostreifen. In 153 Minuten erzählt Taylor Hackford die ersten vierzig Lebensjahre der Legende, Hauptdarsteller Jamie Foxx glänzt im "Biopic-Epos" "Ray".

Von Ray Charles persönlich gutgeheißen ist die Filmbiografie, betonen die Filmemacher. Und der Musiker habe darauf bestanden, dass Hackford ("Ein Offizier und Gentleman") nach 15 Jahren Produzentensuche keine Glorifizierung auf die Leinwand bringt. So lässt der Streifen die dunklen Seiten des Musikerlebens nicht aus. Die Würdigung des Genies ist gleichzeitig seine Entblätterung.

Viel Raum bekommt etwa Charles' Affinität zu längerfristigen Mätressen wie Margie Hendricks (Regina King) und zahlreichen Gelegenheitsbekanntschaften, bei denen er zuerst das Handgelenk berührt, um festzustellen, was für einen Körper dieses erwarten lässt. Oder die resultierenden Eheprobleme, mit denen seine Gattin Della Bea Robinson (stark: Kerry Washington) und er zu kämpfen hatten. Und Drogen, Rassismus sowie der prägende Unglücksfall aus Charles' Kindheit: Er sieht - schreckensstarr - seinen jüngeren Bruder in einem Bottich mit heißem Waschwasser ertrinken. Wenige Monate später ist er blind.

Foxx besticht durch die lebensechten Gebärden, den ungewöhnlichen, leicht hinkenden Trippelschritt des Pianisten, das aufblitzende Lächeln, das er bis zur Ununterscheidbarkeit darstellt. Und auch am Klavier macht Foxx eine gute Figur - die Oscar-Prognosen sind absolut gerechtfertigt.

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