Project X

Komödie, USA 2012
Party bis zum Umfallen

Party bis zum Umfallen

Die Erwartungen sind vor dem deutschsprachigen Start von "Project X" bewusst niedrig gehalten worden. Eine Party, die gewaltig aus dem Ruder läuft, böte an und für sich zwar genügend Stoff für brachialen Humor und Situationskomik, aber das Highschool-Fetendesaster hatte in den USA derart schlechte Kritiken erhalten, dass man den Zugang hierzulande offenbar bewusst niederschwellig halten wollte.

Dass der Film am nordamerikanischen Markt dennoch etwas mehr als 50 Millionen Dollar einspielte, bevor sich auch die negative Mundpropaganda des Publikums niederschlug, darf man wohl vor allem einigen geschickten Marketingschachzügen zurechnen. Am Freitag kommt der Film in die heimischen Kinos. Regisseur Nima Nourizadeh, bekannt vor allem für seine "Adidas"-Werbespots, und Produzent Todd Phillips, der als Regisseur für die beiden "Hangover"-Filme verantwortlich zeichnete, machten sich den Wunsch so manchen Teenagers zu eigen, die ultimative Party zu veranstalten. Dass solche unerwarteten Großereignisse über soziale Medien wie Facebook oder Myspace bereits - meist eher zufällig und ungewollt - zustande gekommen sind, galt Nourizadeh und Philipps als Grundlage für ihr möglichst realistisches Konzept. Dazu wurden quer durch das Land durchwegs unbekannte Schauspieler gecastet und während der Dreharbeiten selbst mit Handykameras und Smartphones ausgestattet, um die subjektive Perspektive zu unterstreichen.

Im Film stehen die drei Jugendlichen Thomas (Thomas Mann), Costa (Oliver Cooper) und JB (Jonathan Daniel Brown) im Zentrum, die ihren Ruf mit einem gelungenen Fest aufbessern wollten und deren Erwartungen bei weitem übertroffen werden, Hubschraubereinsatz und Flammenwerfer inklusive. Dass das Ganze jedoch nicht über einen pubertären Spaß hinausgeht, liegt vielleicht auch an der Authentizität des Gezeigten, das den "Hollywood Reporter" dazu brachte, den Film als "erbittert deprimierende, verdrießlich unlustige Teensploitation" zu bezeichnen. Einzig die "New York Times" fühlte sich positiv an Filme wie "Animal House" erinnert, musste jedoch zugeben, dass der Film auch nicht mehr zu bieten habe als "wirkliche Parties".

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