Playtime

/ , F 1967
Tatis Meisterwerk im Gartenbaukino

Tatis Meisterwerk im Gartenbaukino

Der französische Komiker Jacques Tati zählt zu den größten Meistern seines Fachs, genießt jedoch (noch) nicht die Popularität eines Buster Keaton oder eines Charlie Chaplin. Dass er aber durchaus neben diesen Giganten des Kinos einzureihen ist, steht außer Zweifel. Bester Beweis dafür sein Meisterwerk: "Playtime".

Monsieur Hulot hat eine Verabredung mit einem gewissen Herrn Giffard in dem gerade fertiggestellten Hotel "Royal Garden". Verloren irrt Hulot durch die modernen Glasgänge ohne Aussicht auf Erfolg. Aus dem architektonischen Labyrinth stolpert er in den Nightclub des Hotels, wo er sich in einer wilden, sich bis zur Auflösung steigernden Party verirrt.

Mit "Playtime" löst sich Tati vollständig von der beschaulichen und klassischen Seite seines Werks. Der Film wird zum freien, schwebenden Rhythmus, zur filmischen Komposition von Geräuschen, Sprachfetzen, Alltagsgemurmel, zur architektonischen tour de force und schließlich zum befreiten, assoziativen Spiel der Körper. "'Playtime' ist ein kinematographisches Monument und zugleich ein einziges, nicht enden wollendes Fest für die Wahrnehmung aller Sinne", so Hans Hurch, der Leiter der Viennale.

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