Philomena

Drama, GB/USA/F 2013
Eine Mutter sucht ihr Kind

Eine Mutter sucht ihr Kind

Bei den Filmfestspielen von Venedig hat "Philomena" für tosenden Applaus und viele Tränen gesorgt - und dennoch ging der Film im Festivalgetümmel ein wenig unter. Dabei ist Stephen Frears' neues Werk ein echter Glücksfall für das europäische Arthaus-Kino. Der Film ist für vier Oscars nominiert.

Die Geschichte des Films basiert nicht nur auf wahren Begebenheiten, sie ist auch so erschütternd wie unfassbar. Eine 17-jährige Irin, die ungewollt ein Kind bekommt, wird im Frauenkloster ihres Kindes beraubt und versucht 50 Jahre später, ihren Anthony - der im Alter von drei Jahren von den Nonnen zur Adoption freigegeben wurde - wieder zu finden. Die Suche scheint hoffnungslos - bis Philomena (Judi Dench) auf Martin Sixsmith (Steve Coogan) trifft.

Der BBC-Journalist hat gerade seinen Job verloren und beschließt nach anfänglicher Skepsis nachzurecherchieren, auch wenn er sich nicht gerade für "Human Interest"-Geschichten zuständig fühlt. Doch der Hintergrund der teuflischen Nonnen macht den abgebrühten Zyniker doch neugierig - und so reist er mit der leicht naiven und immer noch in Gott vertrauenden Dame in die USA, um das Verschwinden ihres Sohnes zu klären.

Das Duo der gottesfürchtigen alten Lady und des smarten Journalisten sorgt für ein Leinwandduett der Sonderklasse: Judi Dench, nicht umsonst für einen Oscar nominiert, ist eine kongeniale Hauptdarstellerin, die Schmerz ohne Sentimentalität und aufrichtigen Glauben ohne Heiligenschein zu verkörpern imstande ist. Und der Komödiant Steve Coogan ist ohnehin einer der unterschätztesten Mimen des Königreichs.

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