Paranoid Park

Drama/ , F/USA 2007
Alex (Gabe Navins) weiß nicht mehr weiter

Alex (Gabe Navins) weiß nicht mehr weiter

Der amerikanische Filmregisseur Gus Van Sant befasst sich in seinem neuen Film "Paranoid Park" mit unangepassten Jugendlichen. In dem Jugend-Drama gerät speziell das Leben des 16-jährigen Skaters Alex aus der Bahn, nachdem er den Tod eines Sicherheitsbeamten verschuldet.

Alex (Gabe Nevins) findet die Erfüllung in seinem Skateboard. Er besucht den Paranoid Park, den illegalen Treffpunkt der besten Boarder und kann sich dort so richtig entfalten. Doch lange hält dieses Hochgefühl nicht an, denn einige der Burschen versuchen, mit ihren Boards auf Frachtzüge zu springen. Dabei kommt es zu einem Unfall, den Alex verschuldet und ein Sicherheitsbeamter ums Leben kommt. Auch wenn es ein Unfall war, ist der junge Boarder nicht fähig, über das Erlebnis zu sprechen und verschließt sich noch mehr - denn nun darf er nicht mehr zum Paranoid Park zurückkehren.

Van Sant erzählt in "Paranoid Park" ähnlich wie bereits in "Elephant" und "Last Days" in Zeitsprüngen um mehrmals wiederholte Schlüsselszenen herum. Erst gegen Mitte des Films erfährt man, was der junge Skater Alex angestellt hat, der von Schuldgefühlen geplagt wird. Mit Zeitlupen und süffigen Popmelodien saugt Hollywood-Flüchtling Van Sant das Publikum ins Innenleben des Protagonisten und taucht in ein jugendliches Universum ein, beobachtet still, ohne mit einem schnellen moralischen Urteil zur Hand zu sein.

Beim 60. Filmfestival von Cannes hat der US-Regisseur Gus Van Sant den eigens ausgelobten Jubiläumspreis gewonnen. Van Sant hatte 2003 mit seinem Gewalt-Drama "Elephant" die Goldene Palme errungen, die als wichtigster Preis der internationalen Filmwelt neben den Oscars gilt.

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