Pan

Abenteuer/Family, USA 2015

Der 12-jährige Peter landet in Neverland

Seit rund 100 Jahren wird sie auf Papier, auf der Bühne und auf der Leinwand immer wieder erzählt: Die fantastische Legende von Peter Pan, dem Buben, der nie erwachsen wird. Regisseur Joe Wright fügt der Reihe mit seinem Fantasy-Spektakel "Pan" nun die Vorgeschichte von Peters Reise mit Wendy, John und Michael nach Neverland hinzu.

Basierend auf den Anfang des 20. Jahrhunderts von Kinderbuchautor J.M. Barrie kreierten Figuren setzt Drehbuchautor Jason Fuchs "Pan" zur Zeit des Zweiten Weltkriegs an: Über den Häusern von London kreisen Nazi-Kampfjets - und ein Piratenschiff. Das macht eines Nachts über jenem Waisenhaus Halt, in dem der zwölfjährige Peter (Levi Miller) der Rückkehr seiner Mutter (Amanda Seyfried) harrt, die ihn als Baby hier ausgesetzt hat. An Seilen rutschen die Piraten durch das offene Dach hinab und nehmen zahlreiche Kinder, darunter Peter, mit.

Der Flug, einmal durch die Wolkendecke ins All und wieder zurück, führt die verängstigten Kinder in ein Bergwerk auf der fernen, magischen Insel Neverland. Dort lässt der herrische Pirat Blackbeard (Hugh Jackman) versklavte, elternlose Buben (Peter Pans spätere Lost Boys) nach aus Feenstaub zusammengesetzten Kristallen hacken. Wer sich daneben benimmt, wird über die Planke des fliegenden Piratenschiffs gejagt. So auch gleich an seinem ersten Tag Peter, der zum Erstaunen aller nicht in den Tod fällt, sondern: fliegt!

Für Blackbeard ist klar: Der Bub muss jener Auserwählte sein, der der Legende nach die von Blackbeard vertriebenen Feen befreien und ihn töten will. Gemeinsam mit dem Minenarbeiter James Hook (Garrett Hedlund) flieht Peter rechtzeitig und landet im gefährlichen Urwald in den Armen der indianischen Prinzessin Tiger Lily (Rooney Mara), die ihm mehr über seine wahre Herkunft und kämpferische Mutter erzählt. Mit Blackbeard dicht auf den Fersen, machen sich die Drei auf den Weg, um Peters Schicksal zu erfüllen.

Das Fantasy-Abenteuer des "Stolz und Vorurteil"-Regisseurs Wright kommt ordentlich in Fahrt. "Pan" wurde aufwendig in 3D gedreht, die Hauptdarsteller und die Computeranimationen verleihen Neverland Tiefe. Natürlich behandelt der Filmemacher auch die düsteren Themen von Verlust der Eltern über Zweiter Weltkrieg bis Kinderarbeit. Im Großen und Ganzen ein sehr solides Werk, dass Groß und Klein gefallen wird.

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