Oskar und die Dame in Rosa

Drama, F 2009 Oskar und die Dame in Rosa

Der kleine Oskar leidet an Leukämie und hat nur noch kurze Zeit zu leben. Durch Zufall stößt er mit der Pizzabäckerin Rose zusammen. Sie motiviert das Kind, an Gott zu schreiben und verhilft ihm zu einigen schönen Erlebnissen. Eric-Emmanuel Schmitt hat seinen gleichnamigen Weltbestseller "Oskar und die Dame in Rosa" als bezauberndes, humorvolles und zugleich tief trauriges Melodram inszeniert.

Der zehnjährige an Leukämie leidende Oskar (Amir Ben Abdelmoumen) verbringt seine letzten Tage im Krankenhaus. Seine Freunde sind seine kleinen Mitpatienten: Peggy Blue, die an Blausucht leidet, oder Einstein mit dem Wasserkopf. Seinen Eltern und dem Krankenhauspersonal gegenüber hüllt sich Oskar in Schweigen. Er ist traurig und wütend, weil keiner der Erwachsenen den Mut aufbringt, ihm die Wahrheit über seine Krankheit zu sagen.

Erst die Begegnung mit der resoluten Rose (Michèle Laroque) bringt Sonnenschein in sein Leben. Rose weiß einzustecken, aber auch auszuteilen. Wütend, weil sie in der Klinik keinen Abnehmer für ihre selbstgebackenen "Pinky Pizzas" findet, staucht sie Oskar, der ihr im Weg steht, heftig zusammen. Dem Jungen gefällt die ruppige und kaltschnäuzige Art und er will Rose wieder sehen. Zwischen ihm und der eigenwilligen Pizzabäckerin im rosafarbenen Kostüm entsteht schließlich eine tiefe Freundschaft, die nicht nur die letzten Tage des todkranken Oskars beeinflussen, sondern auch Roses eigenes Leben.

Die Rückblicke auf Roses früheres Leben als Wrestlerin verleihen dem Film viel Witz und Humor. In Form von Fantasy- und Animationsfrequenzen lassen sie für einige Minuten die Wirklichkeit vergessen. Auch in diesem Film zeigt Michèle Laroque ("Endlich Witwe"), dass sie eine begnadete Komikerin ist. Die Schauspielerin ist der ideale Gegenpol zu Amir Ben Abdelmoumen, der eine wahre Casting-Entdeckung ist. Auch mit der Besetzung der Nebenrollen bewies Schmitt ein glückliches Händchen: Als Arzt des todkranken Jungen zum Beispiel hat er Max von Sydow gewählt. Mit "Oskar und die Dame in Rosa", seinem zweiten Film, hat Schmitt bewiesen, dass er nicht nur Romane und Theaterstücke schreiben kann.

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