Ocean's Thirteen

Komödie/Krimi, USA 2007
Star-Ensemble erteilt Kasinoboss eine Lektion

Star-Ensemble erteilt Kasinoboss eine Lektion

Altmodische Gaunerkomödien können so stylish sein. Man nehme Stars wie George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon und Don Cheadle, stecke sie in Designer-Klamotten und lasse sie ein Kasino in Las Vegas ausrauben, der Stadt der Lichter, die einen schönen Hintergrund liefert. Mit der nötigen Portion Ironie wird daraus kein staubiger Altherren-Witz, sondern ein unterhaltsames Stück Kino.

Die eigentliche Überraschung des Films ist, dass es Produzent Jerry Weintraub und Regisseur Soderbergh nach "Ocean's Eleven" (2001) und dem großteils in Europa spielenden "Ocean's Twelve" (2004) noch einmal gelungen ist, das gesamte Star-Ensemble zum Dreh zu versammeln. Neuzugänge sind die Hochkaräter Al Pacino und Ellen Barkin, die als Kasinochef Willy Bank und dessen knallharte Assistentin Abigail Sponder die großen Widersacher der Gang mimen.

"Ich verliere nicht", lacht der von Pacino schrill angelegte Willy Bank zu Beginn des Films. Die Kinobesucher ahnen schon, dass er sich irrt. Schließlich hat er Reuben Tishkoff (Elliott Gould) über den Tisch gezogen, ein Mitglied von "Ocean's Eleven". Bank hat ihm einen Anteil an seinem neuen Superkasino in Las Vegas zugesichert und sein Wort nicht gehalten. Jetzt liegt Reuben am Boden zerstört im Krankenhaus und Danny Ocean (George Clooney) trommelt gemeinsam mit Rusty Ryan (Brad Pitt) die alte Gang zusammen, um Reuben zu rächen und so für seine Genesung zu sorgen. Der Plan scheint ebenso einfach wie undurchführbar. Man muss nur dafür sorgen, dass die Spieler im neuen Kasino gewinnen, schon geht Willy Bank bankrott.

Wie auch andere Gaunerfilme wird "Ocean's Thirteen" von der nicht immer reibungslosen Vorbereitung und Ausführung des Coups vorangetrieben, die ermöglicht, dass am Ende alles wie am Schnürchen läuft. Es werden Computer und Automaten manipuliert, falsche Croupiers eingeschleust und Würfel gezinkt. Soderbergh und sein Team verpassen dem Film einen schönen 70er-Jahre-Schick mit grobkörnigen Bildern, Split-Screens, Überblendungen und falschen Schnauzbärten. Die Hauptdarsteller wandeln dazu gut gekleidet durch die beeindruckend in Szene gesetzte Neonstadt Las Vegas.

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