Nymphomaniac 1

Drama, DK/D/F/B/GB 2013
Nymphomanin Joe hat nur eines im Sinn

Nymphomanin Joe hat nur eines im Sinn

Das Leben von Joe hat einen entscheidenden Inhalt: Sex. An einem regnerischen Abend findet der Junggeselle Seligman die selbst ernannte Nymphomanin in einer dunklen Gasse und nimmt sie mit zu sich nach Hause. Dort erzählt sie ihm ihre Lebensgeschichte. Der erste Teil des Epos des dänischen Skandalregisseurs Lars von Trier hatte heuer auf der Berlinale umjubelte Premiere.

Orgasmus ist ein Zauberwort. Es hat die Medien willig nach Lars von Triers Pfeife tanzen lassen, wenn es um "Nymphomaniac" ging. Ohne, dass der dänische Skandalregisseur das Sexdrama selbst mit nur einem Wort kommentiert hätte. Mit Plakaten, auf denen die Schauspieler einen Höhepunkt vortäuschen und Gerüchten über echten Sex lieferte von Trier vor dem Kinostart ein PR-technisches Meisterwerk ab. Dabei hätte der Film das gar nicht nötig gehabt. Denn er ist auch künstlerisch eines.

Das Werk enthalte vom Fliegenfischen bis zu Johann Sebastian Bach "jeden Gedanken, den von Trier im Kopf gehabt haben könnte", meint Seligman-Darsteller Skarsgård. Das wie ein Buch nach Kapiteln aufgebaute Sex-Drama ist eine wilde Collage aus Anspielungen und mächtigen Bildern. Über zwei Stunden hält von Trier im ersten Teil eine soghafte, fast verstörende Spannung.

Ob "Nymphomaniac" auch ohne die mediale Orgasmusjagd so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hätte, lässt sich nicht mehr herausfinden. Verdient hat er sie aber.

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