Nur Fliegen ist schöner

Komödie, F 2015

Michel will mit dem Kajak dem Alltag entfliehen

Ausbrechen aus der Routine: Wer hat sich das nicht irgendwann einmal gewünscht. Auch Michels Leben verläuft in der Tragikomödie "Nur Fliegen ist schöner" in geregelten Bahnen. Von neun bis 17 Uhr verbringt er seine Zeit als Grafikdesigner vor dem Computer. Zuhause wartet auf den 50-Jährigen nur noch seine Frau, denn die Kinder sind längst ausgezogen. Eine Routine, die Michel auf die Nerven geht.

Er träumt von einem anderen Leben, dem er näher kommt, als er eines Tages Werbefotos von einem Kajak sieht. Michel ist begeistert. Er bestellt sich das Boot und begibt sich mit ihm auf eine Reise, die sein Leben völlig verändert. Mit "Nur Fliegen ist schöner" hat der französische Regisseur Bruno Podalydes eine Komödie gedreht, in der er selbst die Hauptrolle spielt.

Als sympathischer und ungeschickter Ausbrecher beansprucht er dann auch die Lachmuskeln: Wenn Michel daheim heimlich das Kajak zusammenbaut, sich eine Expeditionsausrüstung kauft und bei Trockenübungen auf der Dachterrasse von seinem neuen Leben träumt. Als seine Frau Rachelle seine Geheimnistuerei entdeckt, setzt sie ihren Mann an einem Fluss aus.

Nach anfänglichem Abschiedsschmerz lässt sich Michel jedoch von der Strömung und seiner neuen Freiheit treiben. Er kommt an einem flussabwärts gelegenen Ausflugslokal an, wo er die Wirtin Laetitia und die junge Kellnerin Mila kennenlernt. Bald schon sympathisiert er auch mit den Gästen. Er beschließt, im Garten der Wirtin sein Zelt aufzuschlagen. Die Ausgelassenheit, Unbeschwertheit und der Alkohol machen es ihm jedoch schwer, diese kleine Welt wieder zu verlassen.

Podalydes erzählt keine Geschichte von spektakulären Abenteuern. Sein Protagonist unternimmt keine Reise, die ihn in die große weite Welt führt, sondern nur wenige Kilometer weiter von seiner Haustür entfernt. Eine kurze und unaufgeregte Reise, die Michel jedoch innerlich weit bringt. Für seine Komödie konnte der 55-jährige Filmemacher die beiden Schauspielerinnen Sandrine Kiberlaine und Agnes Jaoui gewinnen, die in ihren Rollen ebenso unterhaltsam sind wie der Film.  

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