Nue Propriété - Privatbesitz

Drama/ , B/F 2006
Familiendrama mit Isabelle Huppert

Familiendrama mit Isabelle Huppert

Minimalistisches Familiendrama mit Isabelle Huppert. Als "Auseinandersetzung mit dem Materialismus" bezeichnet der junge belgische Regisseur Joachim Lafosse seinen Film "Nue Propriété" mit Isabelle Huppert. Die kaputten Beziehungsgeflechte einer Familie kristallisieren sich darin umso mehr heraus, als es an den Verkauf des Hauses geht.

In statischen Plansequenzen werden eine Mutter (Isabelle Huppert) und ihre Besitz ergreifenden Söhne in ihrem Haus gezeigt, ihre Beziehung ist seltsam intim: Die Mutter macht auf der Toilette die Tür nicht zu, fragt die Söhne um ihre Meinung bei der Wahl der Unterwäsche. Ihre mittlerweile erwachsenen Kinder haben den Respekt vor der Mutter verloren, in ihren Scherzen ist mehr oder weniger unterschwellig immer auch Gewalt da. Als die Frau einen Neuanfang wagen und das Haus verkaufen will, kommen schwelende Konflikte aller Fronten an die Oberfläche: Sohn gegen Mutter, Söhne untereinander, meist absenter Vater gegen Mutter.

Die komplexen, sich verschiebenden Beziehungen in der Familie werden präzise dargestellt, wozu auch die Leistung der Darsteller zu einem guten Teil beiträgt. Das Herumtollen und Kräftemessen der Brüder hat immer auch einen bedrohlichen Beigeschmack und wird extrem überzeugend dargestellt. Regisseur Lafosse war es wichtig, mit Jeremie (bekannt aus Filmen der Dardenne-Brüder) und Yannick Renier ein richtiges Brüderpaar in den Rollen zu besetzen, da die gezeigte Rivalität zwischen ihnen zum Teil auch reell sein würde. Lafosse spricht von einer "Diktatur" innerhalb der Familie, da die Kinder Macht hätten, die ihnen nicht zustünde und ihre Mutter einschränkten.

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