Noah

Abenteuer/Drama, USA 2014
Russell Crowe verkörpert die biblische Figur Noah

Russell Crowe verkörpert die biblische Figur Noah

Mit 115 Millionen Dollar durfte sich Darren Aronofsky ("Black Swan") an die Neuerzählung der biblischen Geschichte um Noah und die Sintflut machen. Oscarpreisträger Russell Crowe schlüpft in diesem bildgewaltigen Drama in die Rolle des Noah, auch Jennifer Connelly ("Hulk") und Emma Watson ("Harry Potter") sind beim Bau der Arche, beim Kampf ums Überleben mit dabei.

Die Menschheit ist böse, sie soll dafür büßen. "Ich will die Menschen", heißt es im Alten Testament, "die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde...". Mit einer Sintflut soll alles zerstört werden; einer aber findet Gnade vor Gott, und das ist Noah. Er ist auserwählt, soll eine Arche bauen, und mit dieser von jeder Tierart je ein Weibchen und Männchen retten. Zusammen mit seiner Frau (Connelly), den Söhnen Sem und Ham macht sich Noah im Film daran, Gottes Willen umzusetzen. An ihrer Seite, die von Emma Watson verkörperte Ila. Der böse Tubal-Kain aber mit seinen Stammesleuten bekommt Wind von Noahs Plänen. Auch er will überleben, sich noch auf die Arche retten. Koste es, was es wolle. Der große Regen, 40 Tage und 40 Nächte, steht kurz bevor.

Es steckt mehr in dieser filmischen Kraftanstrengung, als man zunächst annimmt. Wobei vor allem das Aussehen der Arche überrascht, für das sich Aronofsky am 1. Buch Mose ("Dreihundert Ellen sei die Länge...") orientierte - anders als an der Story an sich, nicht wahrheitsgetreue Details beinhaltet. Tatsächlich ließ Aronofsky auf Long Island einen Gutteil der Arche nachbauen, fünf Monate hat das gedauert. Die Tiere indes, "alles, was da kreucht und fleucht", die dort Obdach finden, wurden digital ins Leben gerufen - und es ist atemberaubend, mit anzusehen, wie all die Arten gen Arche strömen.

In Crowe ("Gladiator") hat der Regisseur zudem einen idealen Hauptdarsteller. Die Rolle des entschlossenen, doch zweifelnden Noah scheint dem gebürtigen Neuseeländer wie auf den Leib geschrieben. Nicht nur spricht Crowe im Film seine Worte mit alttestamentarischer Wucht, auch vom Habitus kann man sich derzeit kaum einen anderen Mimen in der Rolle vorstellen. Egal ob Crowe, dessen wildes Haupt im Verlauf immer grauer wird, mit verzweifeltem Blick am Himmel nach einer Antwort Gottes sucht oder sich gar betrinkt: Stets findet er den rechten Ausdruck.

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