No Country for Old Men

Abenteuer/Krimi, USA 2007
Oscar-prämierter Film der Coen-Brüder

Oscar-prämierter Film der Coen-Brüder

Wenn das Geld auf der Straße liegt - warum sollte man sich nicht danach bücken? So einfach sind die Dinge aber nicht, die ein in den kargen Hügeln an der Grenze zwischen Mexiko und Texas jagender Bürger vorfindet. "No Country for Old Men", der Film der Brüder Joel und Ethan Coen, war mit vier Oscars Abräumer der Oscar-Nacht 2008.

Ein Mann ist auf der Jagd und entdeckt zufällig die Überreste eines gescheiterten Drogendeals: Viele, viele zerschossene Menschen liegen da zwischen demolierten Autos in der amerikanischen Steppe. Der Mann namens Moss (Josh Brolin) nimmt einen Koffer voller Geld an sich und macht sich aus dem Staub. "Sag meiner Mutter, ich liebe sie", meint er zum Abschied zu seiner Freundin. "Aber deine Mutter ist doch tot", entgegnet die. "Na, dann sag ich's ihr selbst." Lakonische Dialoge wie dieser geben den Ton an in der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Cormac McCarthy.

Der spanische Star Javier Bardem spielt den Killer Chigurh auf der Spur von Moss. Ausgestattet mit einer absurden Frisur wie ein geisteskranker Spät-Beatle ist dieser Mensch eigentlich eine lächerliche Figur. Doch kaltblütig ist gar kein Wort für ihn. Chigurh wirft Münzen um Leben oder Tod und geht mit einer Zielstrebigkeit zu Werk, die ihn in die Top Ten der fiesesten Serienmörder der Filmgeschichte katapultiert. Völlig zu Recht wurde Bardem mit dem Oscar ausgezeichnet.

Und da ist da noch der Polizist Bell (Tommy Lee Jones in einer für ihn typischen Rolle). Er ist wirklich nicht scharf auf die absehbare Eskalation und sinniert melancholisch über vergangene, bessere Tage. Bell gibt dem Film seinen Titel: "No Country for Old Men". Dies ist kein Land für alte Männer. Die Zeiten sind härter geworden für aufrechte Cops wie ihn.

Die Vielzahl an Auszeichnungen wurde bei den 80. Academy Awards mit Oscars als Bester Film, für die Beste Regie, das Beste adaptierte Drehbuch (als Vorlage diente der 2005 erschienene gleichnamigen Roman des Schriftstellers Cormac McCarthy) sowie für die Beste männliche Nebenrolle (Killer-Darsteller Javier Bardem gewann den Preis hoch verdient) gekrönt.

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