Need For Speed

Action/Krimi, USA 2014
Ein Autorennfilm ist kein Autorenfilm

Ein Autorennfilm ist kein Autorenfilm

Das Genre des Autorennfilms, das gleich an Steve McQueen und ähnliche Helden von einst denken lässt, hat sein subversives, rebellisches Element längst eingebüßt. Dass hier neben der "Fast and Furious"-Reihe auch die Kinoadaption des Videospiels "Need for Speed", das nicht unbedingt durch seinen Tiefgang zum Bestseller wurde, keine Ausnahme darstellen würde, war zu erwarten.

Aber ein Rennfilm ist ja auch kein Autorenfilm, und so sehr sich "Breaking Bad"-Star Aaron Paul und die lässige Britin Imogen Poots auch um ein wenig emotionalen Unterbau bemühen, im Zentrum stehen hier nun mal die teuren Autos und die halsbrecherischen Verfolgungsjagden und Stunts

Die Geschichte selbst dreht sich um den Automechaniker und Hobbyrennfahrer Tobey Marshall (Paul), der einen lukrativen Auftrag von seinem Erzrivalen Dino Brewster (Dominic Cooper) annimmt, um die familieneigene Werkstatt zu retten. Doch nach einem tödlichen Unfall, den Brewster dem gutherzigen Marshall in die Schuhe schiebt, landet dieser im Gefängnis - und sehnt sich nach nichts mehr als nach Rache, als er zwei Jahre später wieder auf freiem Fuß ist.

Regisseur Scott Waugh muss sich mit "Need for Speed" auch nicht verstecken, zumindest auf der Actionseite ist ihm ein unterhaltsames und virtuoses Asphaltabenteuer gelungen. Im Gegensatz zu den "Fast and Furious"-Übertriebenheiten setzt der ehemalige Stuntman, dem die behelfsmäßige Rachestory von George Gatins relativ egal gewesen sein dürfte, auf simples Handwerk und erdige, größtenteils "realistisch" gehaltene Autoszenen. Perspektivisch orientiert er sich am Computerspiel, die Kameras sind im und auf dem Auto montiert oder blicken aus extremer Vogelperspektive auf das rasante Geschehen.

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