Nebraska

Abenteuer/Drama, USA 2013
Vater und Sohn - eine Annäherung

Vater und Sohn - eine Annäherung

Alexander Payne ("About Schmidt") ist ein Spezialist für das Komische im Tragischen, für melancholische Familiengeschichten in der US-Provinz, wo es von Eigenbrötlern und Sturköpfen nur so wimmelt und durch unverhoffte Begegnungen die raue Schale langsam zu bröckeln beginnt. Auch bei "Nebraska" gelingt ihm diese bittersüße Independent-Mischung wieder ausgesprochen gut.

Auf den großen Star wie einst Jack Nicholson oder jüngst George Clooney ("The Descendants") verzichtet der US-Regisseur diesmal, auch wenn er angeblich gerne den pensionierten Gene Hackman reaktiviert hätte. Stattdessen spielt Bruce Dern den zerzausten, grantigen, dem Alkohol zugeneigten und an leichter Altersdemenz leidenden Woody Grant, der von Montana nach Nebraska fahren will, um dort eine Million Dollar abzuholen.

Dass diese Million nur ein Marketingschmäh ist, weiß Woody wohl ebenso wie sein ihm entfremdeter Sohn David (Will Forte) - wahrhaben will er es aber dennoch nicht so recht. Also machen sich die beiden mit dem Auto auf den langen Weg, kommen bei Verwandten vorbei sowie bei früheren Arbeitskollegen, allesamt zuerst erfreut, dann aber auch recht rasch neidvoll und mit Forderungen angesichts von Woodys vermeintlichem Gewinn.

Bruce Dern wurde bei den Filmfestspielen von Cannes völlig zurecht als bester Darsteller ausgezeichnet und hat nun bei der zweiten Gelegenheit die Chance auf seinen ersten Oscar. Insgesamt ist "Nebraska" für sechs Oscars nominiert.

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