Nannerl, die Schwester von Mozart

Drama, F 2010
Zarte Geschwisterbande

Zarte Geschwisterbande

Wolfgang Amadeus Mozarts Geschichte dürfte - gerade in Österreich - Allgemeingut sein. Wie sieht es aber mit der Biografie seiner älteren Schwester Maria Anna, kurz Nannerl, Mozart aus? Diese Frage stellt sich der französische Filmemacher Rene Feret und beantwortet sie mit dem zweistündigen historischen Kostümdrama "Nannerl, die Schwester von Mozart".

Rene Feret zeigt Nannerl als ebenfalls talentierte junge Musikerin und Komponistin, die jedoch dem Schatten ihres Bruders sowie den Geschlechterkonventionen der Zeit nicht entkommen kann. Der Film startet am Donnerstag in den österreichischen Kinos.

Familie Mozart ist auf der Reisen: Vater Leopold (Marc Barbe) und Mutter Anna Maria (Delphine Chuillot) tingeln mit ihren beiden begabten Kindern in der Kutsche zu den Fürsten- und Königshöfen Europas und präsentieren dem Adel und anderen potenziellen Geldgebern den bereits im Alter von zehn Jahren virtuosen Wolfgang und seine Schwester Nannerl (Marie Feret), die ihn am Clavichord begleitet. Aber Nannerl ist nicht nur schmückendes Beiwerk, sie ist selbst eine begabte junge Komponistin und begeisterte Geigenspielerin - doch beides verbietet der Vater sofort, denn es gehört sich für Frauen nicht. Als die Kutsche der Mozarts jedoch strandet und sie Zuflucht in einem nahen Kloster suchen, lernt Nannerl mit Louise (Lisa Feret) eine der Töchter des französischen Königs kennen und wird ihre beste Freundin, was ihr Leben nicht wenig durcheinanderbringt.

Denn ihre Reise führt Familie Mozart auch bald nach Versailles, wo Nannerl in männlicher Verkleidung für ihre Freundin Briefe überbringt und dabei dem um seine junge Frau trauernden Dauphin begegnet und als musikalisches Talent auffällt. Schnell ist ihre wahre Identität entlarvt, aber der Thronfolger stört sich nicht weiter daran - zumindest bis die Beziehung der beiden zu ernst zu werden droht. Am Ende muss Nannerl jedoch ihre musikalischen Ambitionen begraben und ordnet sich zukünftig dem Wohle der Familie und dem Talent ihres kleinen Bruders unter.

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