My Little Pony: Der Film

Abenteuer/Komödie, CDN/USA 2017

Das Leben ist doch ein Ponyhof

Seit sieben Jahren erleben Twilight Sparkle, Rainbow Dash und Co knallbunte Abenteuer bei den Kindersendern Nickelodeon und Disney Channel. ‚My Little Pony – Freundschaft ist Magie‘ basiert auf den gleichnamigen Plastikponys des Spielzeugherstellers Hasbro – und hat nicht nur bei Mädchen im Vorschulalter eingeschlagen. Neben dem Spin-off-Movie ‚Equestria Girls‘ (2013) kommt im Oktober diesen Jahres endlich ein richtiger Spielfilm in die Kinos.

Ihre Abenteuer sind so zuckersüß wie ihre Namen verheißen: Twilight Sparkle, Rainbow Dash, Applejack, Rarity, Pinkie Pie und Fluttershy sind die wörtlichen Zugpferde der Zeichentrickserie ‚My Little Pony‘ – und wie der Name vermuten lässt, handelt es sich bei ihnen um knallbunte Hottehüs, Pegasus und Einhörer.

Spielzeug findet auch in den Kinos reißenden Absatz

Bereits 1983 produzierte Spielzeughersteller Hasbro eine Reihe von Plastikstuten, die vor allem bei der weiblichen Zielgruppe der unter 10-Jährigen zu einem vollen Erfolg ausuferte. Vier Generationen später, hat sich der Look der Figuren stark verändert, die Marketingmaschinerie wurde bis ins erdenkliche ausgeschöpft – das Merchandise reicht über Schultaschen und Kleidung, bis hin zu Zahnbürsten, Videospielen und Essbesteck – und eine dazu passende TV-Serie erfreut sich seit sieben Jahren an hoher Beliebtheit. Wer sich nun fragt, wie man aus ein paar Plastikfiguren so einen Hype produzieren kann, der sei an dieser Stelle auf Franchise wie ‚Transformers‘ oder ‚Power Rangers‘ verwiesen.

Die ‚Transformers‘ (ebenfalls aus dem Hause Hasbro) haben einst auch als Plastikhelden für das Kinderzimmer begonnen – und sind heute die Actionstars des Popcorn-Kinos

Die ‚Transformers‘ (ebenfalls aus dem Hause Hasbro) haben einst auch als Plastikhelden für das Kinderzimmer begonnen – und sind heute die Actionstars des Popcorn-Kinos

Auch die einstige Zielgruppe hat sich mittlerweile in alle Altersklassen aufgespalten, neben Kindern und vorangig jungen Mädchen, findet man auch vermehrt erwachsene Männer, die sich mit der Materie befassen. Was sich jetzt womöglich ziemlich falsch anhört, ist jedoch auf ein strategisches Sammelkartenspiel zurückzuführen, das u. a. auch Fans von ‚Magic – The Gathering‘ und ‚Yu-Gi Oh!‘ fesselt. Zudem sei gesagt, dass die Animationsserie einen beachtlich prominenten Sprecher-Cast hat und in den Dialogen durchaus zweideutige Anspielungen abgefeuert werden – und das, obwohl sie doch eigentlich bereits ab 0 Jahren freigegeben ist.

Emily Blunt und Liev Schreiber tyrannisieren Ponyville!

Wie es der Hype um die farbenfrohen Ponys verlangt, kommt heuer der erste richtige Spielfilm rund um die vierte ‚MLP‘-Generation in die Kinos. Unter dem schlichten Titel ‚My Little Pony: The Movie‘ müssen die fünf Heldinnen gemeinsam mit ihrem befreundeten Drachen Spike die Stadt Ponyville vor einer finsteren Bedrohung bewahren: Die neue Widersacherin Tempest (gesprochen von Emily Blunt) tritt gemeinsam mit ihrem Handlanger (Liev Schreiber!) auf den Plan. Hilfe bekommt Pferdeprinzessin Twilight diesmal u. a. von einem Meer-Pony (Kristin Chenoweth), einem Piratenvogel (Zoe Saldana) und einem Katzenmann (Taye Diggs). So verrückt sich die Charakterbeschreibungen auch lesen, spätestens seit ‚Adventure Time‘ darf man bei heutigen Zeichentrick-Produktionen nichts mehr in Frage stellen ;-)

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