My Blueberry Nights

Drama/Romanze, RC/HK/F 2007
Der typisch-rehäugige Norah-Jones-Blick

Der typisch-rehäugige Norah-Jones-Blick

"My Blueberry Nights" lief als Eröffnungsfilm des Filmfestivals von Cannes und hatte gleich zwei bemerkenswerte Premieren zu bieten: Wong Kar-Wai ("In the Mood for Love", "2046"), Großmeister des Hongkong-Kinos, legte seine erste in den USA gedrehte Produktion vor, und die Jazz-Sängerin Norah Jones ("Come Away With Me") war in ihrer ersten Filmrolle zu sehen.

Elizabeth (Norah Jones mit großen Augen) ist von ihrem Freund verlassen worden. Sie stromert nachts durch New York, landet in einem kleinen Café auf Coney Island, in dem Jeremy (Jude Law) auf späte Kunden wartet. Hilft Heidelbeerkuchen mit Vanillesoße gegen Liebeskummer? Es könnte sein, aber nicht sofort. Elizabeth muss erst ihr Fernweh stillen, auch wenn sich Jeremy längst in sie verliebt hat. Immerhin: Ab und zu trudelt eine Postkarte von ihr in seinem schummerigen Café ein.

Elizabeth arbeitet bald als Kellnerin in einem Diner in Memphis. Sie lernt den traurigen, jeden Abend betrunkenen Polizisten Arnie (David Strathairn) kennen. Er wurde von seiner Frau Sue Lynne (Rachel Weisz) verlassen - wieder eine traurige Geschichte in einer verrauchten Bar. Wer liebt, leidet. Elizabeth muss weiter, kommt nach Las Vegas, trifft die risikofreudige Spielerin Leslie (Natalie Portman), aber nicht jedes Problem lässt sich am Spieltisch lösen. Irgendwann hilft Bluffen einfach nicht mehr weiter.

Zu dieser Odyssee findet Kameramann Darius Khondji stets brillante Bilder: sparsam ausgeleuchtete Interieurs, bunt blinkende Reklameschilder, flirrende Wüstenpanoramen, endlose Highways. Der Soundtrack ist, wie immer bei Wong, großartig. Ry Cooder stellte ihn zusammen. Norah Jones steuerte einige Songs bei. Zwei wunderbare Stücke stammen von der Alternative-Diva Cat Power, die am Ende dieser bildmächtigen Lovestory einen Gastaufritt hat.

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