Mütter und Töchter

Drama, USA/E 2009
Naomi Watts als verlorene Tochter

Naomi Watts als verlorene Tochter

Staraufgebot für einen Frauenfilm über Adoption, Elternschaft und Beziehungen: Annette Bening und Naomi Watts werden in Rodrigo Garcias Ensembledrama "Mütter und Töchter" von Samuel L. Jackson gekonnt unterstützt.

Mit der Mutterrolle kennt sich Annette Bening bestens aus - mit Ehemann Warren Beatty hat die 52-jährige Schauspielerin vier Kinder. Auf der Leinwand überzeugte sie zuletzt als lesbische Mutter in dem Beziehungsfilm "The Kids Are All Right". Das brachte ihr eine Oscar-Nominierung und reichlich Kritikerlob ein. Nun kehrt Bening als Mutter ins Kino zurück, doch in dem Drama "Mütter und Töchter" lernt sie ihr Kind nie kennen. Sie spielt Karen, die mit 14 Jahren ungewollt schwanger wird und auf Druck ihrer Eltern das Kind zur Adoption freigibt. Als verhärmte End-Vierzigerin, die ihre eigene gebrechliche Mutter pflegen muss, trauert sie der unbekannten Tochter ständig nach. Naomi Watts ("Fair Game"), spielt Karens erwachsene Tochter Elizabeth. Sie ist eine kühle, ehrgeizige Anwältin, die Affären, aber keine Beziehungen hat.

Erst mit dem Tod der Mutter und mit Hilfe eines neuen Arbeitskollegen wendet sich für sie das Blatt. Plötzlich entdeckt Karen die Liebe und macht sich auch noch auf die Suche nach der erwachsenen Tochter. Auch in Elizabeths Leben geht es plötzlich dank Schwangerschaft und eines wachsenden Bauchumfangs rund. Der mit sanfter Musik unterlegte Stimmungswandel rutscht stellenweise ins Rührselige ab. Doch glücklicherweise verfällt Garcia nicht ganz dem Hollywood-Melodram, es gibt kein perfektes Happy End.

Das Drama mit weiblicher Starbesetzung hat der gebürtige Kolumbianer Rodrigo Garcia, selbst Vater von zwei Teenager-Töchtern, einfühlsam inszeniert. Der in den USA lebende Sohn des Schriftstellers und Nobelpreisträgers Gabriel Garcia Márquez ("Hundert Jahre Einsamkeit") konnte schon für sein Spielfilmdebüt "Gefühle, die man sieht..." Schauspielerinnen wie Cameron Diaz, Holly Hunter und Glenn Close für ein Drama über Einsamkeit und Enttäuschung gewinnen. Mit "Nine Lives" festigte er seinen Ruf als Frauenfilm-Regisseur: Mit Kathy Baker, Glenn Close, Sissy Spacek und Robin Wright Penn filmte er Schlüsselmomente aus dem Leben von Frauen unterschiedlichen Alters und sozialen Rangs.

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