Mother!

Drama/Horror, USA 2017

Jennifer Lawrence als stumme Version einer Screamqueen

Darren Aronofsky hat als Regisseur einst mit Werken wie ‚Requiem for a dream‘ oder ‚Black Swan‘" eine sehr markante Filmsprache entwickelt. ‚Mother!‘ ist ein surreal-irrer Horrortrip.

Darum geht’s in ‚Mother!‘

Das Gesicht einer Frau im lodernden Feuer, aus nächster Nähe. Das ist die erste Einstellung in Mother! Dann sehen wir, wie sich die Ruine eines Hauses wie von Zauberhand erneuert, im oberen Stock im Schlafzimmer öffnet eine junge Frau ihre Augen. Ihr Name wird nie genannt, gespielt wird sie von Jennifer Lawrence. Die Kamera wird von nun an wie eine Klette an der 27-Jährigen hängen bleiben, es wird in den nächsten zwei Stunden dieses surrealen Horrortrips kaum eine Szene ohne sie geben, oft sehen wir das Geschehen durch ihre Augen.

Die namenlose junge Frau mit dem unschuldigen, engelsgleichen Gesicht lebt in einem Haus allein mit ihrem Mann (Javier Bardem), dessen Name auch nie genannt wird. Er ist ein Schriftsteller, der unter einer Schreibblockade leidet. Während sie fleißig das Haus renoviert und im Geheimen auf eine Mutterschaft hofft, schwelgt der große Autor in selbstgefälligem Mitleid, weil seine Manuskriptseiten leer bleiben. Natürlich, er liebt seine Frau. Aber Kleinigkeiten zeigen ihr, dass seine Kunst ihm wichtiger ist. Sogar ein Stein, eine Art Talisman, den er in seinem Arbeitszimmer wie einen Schatz hortet, scheint über ihr zu stehen. Die Frau hält das aus. Dann aber kommt Besuch.

Ein älterer Mann (Ed Harris) tritt ins Haus und in ihr Leben. Ein Fremder, freundlich, aber eben ein Fremder, mit dem sich ihr Mann sofort bestens versteht. Er bittet ihn sogar, über Nacht zu bleiben. Seine Frau wird nicht gefragt, zähneknirschend nimmt sie es zur Kenntnis. Tags darauf taucht des Fremden Frau (Michelle Pfeiffer) auf, eine böse Person, die ihre Worte wie Giftpfeile in Richtung der jungen Frau verschießt. Doch der Schriftsteller hat einen Narren an den beiden gefressen, er lädt sie ein zu bleiben, übersieht und überhört alle Unverschämheiten der beiden. Doch was wollen sie von dem Paar?

‚Mother‘ anschauen – Ja oder Nein?

Ja, denn hier lautet das Motto: Bilden SIe sich selbst eine Meinung. Kunst muss diskussionswürdig sein und soll nicht langweilen, das ist Aronofsky gelungen. Ein Wort noch zu Jennifer Lawrence: Sie spielt diesen schwierigen Part genau richtig, eine Oscarnominerung wäre angebracht.

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