"Mononokehime": Japanischer Comic-Kult

Abenteuer/Fantasy, J 1997

Sie handeln von frühreifen Mädchen und unheimlichen Monstern, von Märchen und Horror, Sex und Science Science-Fiction. Täglich ziehen Manga und Anime, Japans faszinierende Welt der Comics und Zeichentrickfilme, Millionen im Land der aufgehenden Sonne in ihren Bann. ****

Im Westen haben japanische Comics einen wahren Hype ausgelöst und 1997 brach Hayao Miyazaki in Japan mit "Mononokehime" alle Rekorde, überflügelte sogar Steven Spielbergs "Jurassic Park". Um Hollywood etwas entgegenzusetzen sei man auf die Animationstechnik gekommen. Aus der Not habe man eine Tugend gemacht, verrät der Produzent von "Mononokehime" Toshio Suzuki: Die Animationskunst biete nämlich die Möglichkeit, Handlungen darzustellen, die sich in Filmen mit "echten Menschen" nur mit sehr viel Geld und Aufwand oder auch gar nicht realisieren ließen. "Mononokehime" läuft am Donnerstag in den heimischen Kinos an und gilt gleichermaßen als Kult- und Meisterwerk. Es geht um die Konfrontation von Natur- und Menschenwelt. Die Wesen der Natur leisten den Menschen, die einen heiligen Urwald abholzen wollen, erbitterten Widerstand. Das in der Zeit des japanischen Mittelalters angesiedelte Melodram versteht sich als Aufruf an die heutige Industriegesellschaft, die Natur zu achten. Mal sehen, wieviel Prinzessin "Mononoke" bei uns zu bewirken imstande ist.

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