Mister Karl

Dokumentation/ , A 2008
Das Leben des Karlheinz Böhm auf der Leinwand

Das Leben des Karlheinz Böhm auf der Leinwand

Äthiopische Männer bauen ein Gerüst auf einem lehmigen Dorfplatz. Als es dunkel wird, wohnen diese einem surrealen Ereignis bei: Auf der provisorischen Leinwand flimmert ein "Sissi"-Film mit Karlheinz Böhm. Auch dieser ist unter den Menschen, denen er mit seiner Hilfsaktion "Menschen für Menschen" hilft. Diese Szene entstammt dem Film "Mister Karl. Karlheinz Böhm - Wut und Liebe" von Kurt Mayer.

Es ist ein sehr persönliches Porträt eines Künstlers, der sehr früh in seinem Leben Höhen und Tiefen erlebt, sich neu erfunden und schließlich ein vollkommen neues Lebenskonzept geschaffen hat. Zahlreiche Filmausschnitte von der "Sissi-Trilogie" über "Peeping Tom" bis hin zu den unter Rainer Werner Fassbinders Regie entstandenen Filmen "Martha" (1973), "Faustrecht der Freiheit" (1974) und "Mutter Küsters Fahrt zum Himmel" (1975) werden mit Alltagssituationen der Arbeit in Äthiopien gegengeschnitten.

Auch historisches Filmmaterial, das Karlheinz Böhms Vater, den Komponisten Karl Böhm zeigt, fließt in die Dokumentation ein. Helga Rabl-Stadler führt den Schauspieler durch den Karl Böhm-Saal im Salzburger Festspielhaus und erzählt dem berühmten Sohn des großen Dirigenten von der Vergangenheit.

In vielen Interviews sinniert Karlheinz Böhm auch über private Fehltritte und gibt etwa zu, dass er sein Leben lang nach jener Beziehung gesucht hat, die seine Eltern ein Leben lang hatten. Die drei zerbrochenen Ehen gehen dem Schauspieler sichtlich näher, als seine Töchter in den Interviews glauben. Parallel zu den Erzählungen montiert Mayer filmisch festgehaltene Wendepunkte aus dem Leben Böhms: So ist sein Spendenaufruf bei "Wetten dass...?" im Jahr 1981 ebenso zu sehen wie Interviews mit den präsidialen Kanzleien, an die die Zuseher der Fernsehshow das Geld per Post geschickt hatten.

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