Mission: Impossible - Phantom Protokoll

Action/Abenteuer, USA 2011
Tom Cruise alias Ethan Hunt am Burj Khalifa

Tom Cruise alias Ethan Hunt am Burj Khalifa

In "Mission: Impossible" (1996) schlüpfte Tom Cruise unter der Regie von Brian De Palma erstmals in die Rolle des Agenten Ethan Hunt. Regisseure wie John Woo ("Mission: Impossible II") und J.J. Abrams ("Mission: Impossible III") sollten folgen. Die Fortsetzung "Mission: Impossible - Phantom Protokoll" hat Brad Bird ("Ratatouille") übernommen.

Für eine geheime Mission verschlägt es Ethan Hunt dieses Mal nach Moskau. Als er sich für seinen Auftrag beim Kreml eingefunden hat, detoniert am Roten Platz eine Bombe und legt das historische Gebäude in Schutt und Asche. Hunt, der der Explosion nur um Haaresbreite entgangen ist, wird klar, dass die offenbar geheime Mission eine Falle war. Eigentlich hätte er unter den Trümmern begraben werden sollen - als Beweis dafür, dass seine Leute, die "Impossible Mission Force", den Anschlag verübt haben. Das ist nämlich die offizielle Erklärung der russischen Regierung - sie geht davon aus, dass der Anschlag ein kriegerischer Akt seitens des abtrünnigen IMF-Einsatzteams war.

In Folge kappt die US-Regierung die offizielle Verbindung zu Hunts Team, um einem nuklearen Anschlag seitens der Russen zu entgehen. Ethan Hunt, William Brandt (Jeremy Renner), Benji Dunn (Simon Pegg) und Jane Carter (Paula Patton) sind von nun an auf sich allein gestellt und versuchen auf eigene Faust, die tatsächlich Verantwortlichen ausfindig zu machen. Was folgt, ist eine Art Achterbahnfahrt über mehrere Länder, von Moskau über Dubai bis nach Indien.

In der vielleicht spektakulärsten Sequenz des laufenden Kinojahres klebt Tom Cruise in der Manier eines Spider-Man an der Fassade des höchsten Gebäudes der Welt, des Burj Khalifa in Dubai. Eine Szene, bei der man auch als Zuschauer kaum gefeit ist vor Schwindel und Höhenangst. Der Burj Khalifa zählt stolze 828 Meter. Auch die restlichen Stunts - darunter ein packendes Duell inmitten eines voll automatisierten Parkhauses - soll Cruise alle selbst ausgeführt haben.

An einigen Stellen des mehr als zweistündigen Action-Movies fühlt man sich in Zeiten des Kalten Krieges zurückversetzt - etwa was die Darstellung der Russen anbelangt - ansonsten aber wartet Brad Bird mit einem so stringent wie unterhaltsam inszenierten Film auf: vom überzeugenden Cast über den hintersinnigen Humor, die Requisiten und Gadgets bis hin zu den atemberaubenden Stunts. Mit Ethan Hunt, respektive Tom Cruise, jedenfalls ist weiterhin zu rechnen - James Bond sollte sich warm anziehen.

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