Miss Bodyguard

Action/Komödie, USA 2015
Reese Witherspoon muss die Frau eines Drogenbosses beschützen

Reese Witherspoon muss die Frau eines Drogenbosses beschützen

In "Miss Bodyguard" treffen zwei grundverschiedene Frauen aufeinander. Reese Witherspoon spielt eine verkniffene Polizistin, Latina-Star Sofia Vergara eine lebenslustige Luxusfrau. Die Beamtin soll die Ehefrau eines Drogenbosses beschützen und vor ein Gericht eskortieren, wo sie als Kronzeugin aussagen soll. Dabei geht allerhand schief. Anne Fletcher inszenierte die Buddy-Komödie.

"Die Leute waren begeistert von der Kombination von uns beiden", verriet Reese Witherspoon über die Entstehung von "Miss Bodyguard" mit Sofia Vergara. Schwierig sei es nicht gewesen, grünes Licht für eine Action-Buddykomödie mit zwei weiblichen Stars zu bekommen, so die US-Schauspielerin - wenn sie auch von vielen Studios die Antwort erhielt: "Wir haben bereits einen Frauenfilm in diesem Sommer."

Aus Mangel an attraktiven Rollen für Frauen in Hollywood gründete Witherspoon 2012 die Produktionsfirma Pacific Standard mit dem Ziel, Frauen hinter und vor der Kamera zu fördern. "Es begann damit, dass es einen Mangel an starken weiblichen Hauptfiguren in Filmen gab und wenn ich zur Abwechslung mal ein gutes Drehbuch sah, dann stürzten sich sieben Schauspielerinnen darauf und ich fand das sehr bizarr", erzählte Witherspoon im APA-Gespräch in Los Angeles. "Also begann ich, die Rechte für Bücher zu kaufen." Es folgten Literaturverfilmungen wie "Wild - Der große Trip" mit Witherspoon in der Hauptrolle und "Gone Girl", bei dem sie als Produzentin mitwirkte.

Ein Trend in Hollywood geht deutlich hin zu weiblichen Comedy-Talenten. In Paul Feigs "Ghostbusters"-Neuauflage etwa wird es Geisterjägerinnen geben, auch ein "21 Jump Street"-Ableger mit Frauen ist in Planung. "Miss Bodyguard"-Regisseurin Anne Fletcher ist froh darüber, Teil dieses Wandels zu sein. "Wir können als Frauen so hart kämpfen wie wir wollen, aber ich wuchs in einer von Männern dominierten Welt auf und das ist tief in den Köpfen der Menschen verankert", sagte Fletcher der APA. "Das ist nicht etwas, das man einfach ausradieren kann, aber man kämpft für die nächste Generation."

Sie sei ein wenig besorgt gewesen, dass man sie bitten würde, Dinge zu drehen, die nicht lustig und einladend für Frauen sind. "Es zeigt, wie viele Dinge wir als Frauen für Männer tun, wie zum Beispiel die lesbische Kussszene im Film", so Fletcher. "Wir haben diesen Film für Frauen gemacht, aber auch Männer sollen ihren Spaß haben. Es ist ein tougher Film mit toughen Mädels."

Die US-Regisseurin, die Filme wie "Selbst ist die Braut" und "Step Up" gedreht hat, warnt davor, Filme mit weiblichen Hauptfiguren zu stigmatisieren. "Wenn ein Film floppt, dann dürfen wir nicht sagen: 'Er ist ein Flop, weil es ein Film mit Frauen ist.' Aber genau da stehen wir. Wenn zehn Filme mit Männern in den Hauptrollen scheitern, dann wird man später nicht sagen: 'Das liegt daran, dass es Männer sind.'" Einige Filme hätten in der Vergangenheit außerdem versucht, Frauen in für Männer typische Rollen zu stecken. "Aber warum machen wir das? Das müssen wir gar nicht. Frauen sind lustig. Wir haben eine eigene Perspektive. Wir sind schräg, wir sind schmutzig, wir sind albern, wir sind echt. Wir sind all diese Dinge. Wir kämpfen so hart für unseren Platz in dieser Welt und dennoch verhalten wir uns wie Männer."

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