Minions

Komödie/Family, USA 2015
Die Minions suchen einen Oberbösewicht als Boss

Die Minions suchen einen Oberbösewicht als Boss

Sie sind gelb, frech und auf der Suche nach einem neuen Boss: die Minions. Je böser, desto besser. In "Ich, einfach unverbesserlich" hatten die kleinen Wesen ihren Meister gefunden, den Schurken Gru. Als treue, unermüdliche Helfer des Bösewichts waren sie in dem Kinozweiteiler die heimlichen Helden. Nun bekommen sie mit "Minions" ihren eigenen Film, der die Zeit vor Gru erzählt.

Im Laufe der Jahrhunderte dienten die Minions (auf Deutsch Lakaien, Untergebene) schon vielen mächtigen Herren: dem Tyrannosaurus Rex, Dracula oder Kaiser Napoleon. Alles ist gut, bis auch der letzte ihrer bösen Herrscher tot und Gru noch lange nicht in Sicht ist. Tiefe Trauer bei den Minions. Ein neuer Meister muss her, aber die Suche gestaltet sich äußerst schwierig - bis die Mini-Wesen die ehrgeizige Schurkin Scarlett Overkill treffen. Doch ist sie die Richtige? Immerhin will sie den britischen Thron besteigen.

"Minions" ist ein amüsanter Gute-Laune-Film. In bewährter Manier hüpfen, kugeln und rollen die kapsel-förmigen Wesen über die Leinwand. Der Niedlichkeitsfaktor? Extrem hoch. Was sie sagen, ist meist nur ansatzweise zu verstehen. Wer Spanisch und Französisch spricht, ist ganz klar im Vorteil, bedienen sie sich doch eines unverständlichen Kauderwelschs mit einigen Sprachbrocken, darunter auch englischen: "I go la boss", "C'est le Bob", oder "Thank you". Doch die Sprache ist nicht so wichtig. Ähnlich wie in dem wunderbaren Knetfiguren-Abenteuer "Shaun das Schaf" wird auch ohne Worte schnell klar, worum es geht.

Filmproduzent Chris Meledandri, der schon "Ich, einfach unverbesserlich" produziert hat, war selbst neugierig, wie die Vorgeschichte der Minions - vor Gru - aussehen könnte. Angesichts ihrer Beliebtheit ein kluger Schachzug, der die Kinosäle in diesem Sommer füllen dürfte.

Doch was ist das Geheimnis der Minions? "Sie sind so ansprechend, weil sie diesen Widerspruch in sich tragen zwischen ihrem Streben, böse zu sein und der Natur ihres Wesens, das einfach gut ist", findet Meledandri. Und auch Drehbuchautor Brian Lynch hat eine Erklärung: "Wir tragen alle einen kleinen Minion in uns. Manche mehr als andere." Damit hat er recht. In der Tat erinnern die Minions an kleine Kinder, die einen mit großen Augen ansehen und aus tiefster Überzeugung sagen: "Das hab' ich nicht gewollt!" So werden die gelben Wesen mit ihren blauen Latzhosen, ihrer unbekümmerten Frechheit und ihrer Tollpatschigkeit die Herzen vieler Kinozuschauer erobern.

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