Million Dollar Baby

Drama/ , USA 2004
Clint hilft Hilary - unter anderem zum Oscar

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Es ist die erst mitreißende, dann herzzerreißende Geschichte einer armen jungen Frau, die sich oben boxen will, und eines alten Mannes, der eigentlich genug vom Kämpfen hat, weil er zutiefst an der Abweisung seiner Tochter leidet. Die Rede ist von "Million Dollar Baby", der Clint Eastwood zum Oscar-Triumphator werden ließ.

Was der Hollywood-Veteran als Regisseur und Hauptdarsteller in 137 Minuten auf die Leinwand bringt, ist ganz einfach packendes, hochkarätiges Kino in bester amerikanischer Tradition. Wie Eastwood das macht, nämlich ohne jegliche Spezialeffekte, mit ganz ruhiger Hand und nie erlahmender Stilsicherheit, ist meisterhaft.

"Million Dollar Baby" ist nur recht oberflächlich besehen ein weiteres Epos von Aufstieg und Fall eines Sporthelden, in diesem Fall einer Heldin. Es ist vielmehr eine leise, behutsam sich entwickelnde Liebesgeschichte ganz eigener Art, deren spektakulärste Liebkosung zugleich ein schicksalhafter Akt der Erlösung ist.

Was sich dabei abspielt, sei hier nicht verraten. So viel muss aber schon preisgegeben werden: Der Film nimmt im Augenblick des größten Erfolgs der Kämpferin Maggie und ihres Trainers Frankie eine ebenso unerwartete wie folgenschwere Wende. Danach ist "Million Dollar Baby" ein anderer Film. Denn aus der Box-Geschichte wird große Tragödie. Eastwood meistert diesen dramaturgischen Einschnitt ohne Verlust an Glaubwürdigkeit.

"Million Dollar Baby", in kurzer Zeit mit vergleichsweise geringem Etat entstanden, hat das Zeug zum modernen Klassiker des Kinos. Ob das so wird, kann erst die Zukunft erweisen. Gewiss aber wird Frankies Lieblingsspruch "Tough ain't enough" ("Hart-Sein ist nicht genug") ganz schnell zu den Dialogperlen gehören, die am schönsten glänzen und für die Ewigkeit formuliert wurden.

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