Micmacs - Uns gehört Paris!

Komödie/Krimi, F 2009
Bazil verliebt sich in Mademoiselle Kautschuk

Bazil verliebt sich in Mademoiselle Kautschuk

Regisseur Jean-Pierre Jeunet entführte den Zuschauer einst in die "Zauberhafte Welt der Amelie". Jetzt kommt sein neuer Film mit Frankreichs Star-Komiker Dany Boon in die Kinos. "Micmacs - Uns gehört Paris!" ist ein modernes Märchen. Die Ausgangslage des neuen Films von Jeunet liest sich ernst: Es geht um Waffenhandel, eine Kugel im Kopf und wunderliche Außenseiter.

Filmheld Bazil, gespielt von Boon ("Willkommen bei den Sch'tis") verwandelt die Komödie in ein rasantes Lustspiel. Worum es geht: Waffen bringen Bazil öfter Unglück. Als er noch ein Kind ist, stirbt sein Vater durch eine Mine in der nordafrikanischen Wüste, woraufhin seine Mutter den Verstand verliert. Und als Erwachsener wird Bazil Zeuge einer Schießerei an der Videothek, in der er jobbt - und wird dabei selbst getroffen. Von da an steckt eine Kugel in seinem Kopf und er muss mit der Angst leben, dass sie ihn doch noch tötet.

Als er aus dem Krankenhaus entlassen ist, kommt Bazil eher zufällig an den beiden imposanten Hauptsitzen der Waffenfabrikanten vorbei, die für die Schicksalsschläge in seinem Leben verantwortlich sind, beziehungsweise die Werkzeuge für sie lieferten. Bazil beschließt, sich zu rächen - böse, aber irgendwie auch charmant. Der kleine Mann ärgert die großen Bosse.

Unterstützt wird Bazil von neuen Freunden, die als bunte Truppe und "Wohngemeinschaft" in einer Art fantastischen Höhle auf einem Schrottplatz am Rande von Paris leben. Es wird ein Kampf gegen skrupellose reiche Industrielle, der erst am Schluss des Films richtig unterhaltsam wird, wenn die Bösewichte von den kleinen Leuten vor allem mit der Hilfe und Macht moderner Medien wie "YouTube" besiegt werden. Dazwischen entwickelt sich eine Liebesgeschichte zwischen Bazil und Mademoiselle Kautschuk (Julie Ferrier).

Nach "Delicatessen" und "Die fabelhafte Welt der Amélie" zeigt Jean-Pierre Jeunet in diesem Film erneut ein Universum voller skurriler Charaktere und üppiger Ausstattung. Dabei kommen auch wieder Bilder eines romantisierten Paris nicht zu kurz - die Stadt ist bei Jeunet immer viel menschenleerer und weniger staugeplagt als sie eigentlich ist. Der Film, feierte seine Weltpremiere beim Filmfestival von Toronto und lief im vergangenen Herbst in den französischen Kinos an.

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