Metallica: Some Kind of Monster

Dokumentation/ , USA 2004

In TV und Kino finden: Joe Berlinger, Bruce Sinofsky

Hetfield hält es mit seinen Kollegen nicht mehr aus

Hetfield hält es mit seinen Kollegen nicht mehr aus

Die Musik-Doku, auf die Fans schon lange warten, läuft nun endlich in den heimischen Kinos: "Metallica: Some Kind Of Monster" von Joe Berlinger und Bruce Sinofsky. Was zu Beginn als Promotion-Film von der Plattenfirma gedacht war, wie Berlinger erzählt, entwickelte sich bald in eine andere, viel interessantere Richtung.

Die "größte Heavy Metal-Band aller Zeiten", wie Sänger James Hetfield Metallica im Film bezeichnet, steckte in einer ernsthaften Krise. Statt zu gemeinsamen Jam-Sessions gingen Hetfield, Drummer Lars Ulrich und Gitarrist Kirk Hammett nach dem Abgang von Bassist Jason Newsted zur Gruppentherapie.

Gegen den Willen der Plattenfirma, aber mit Unterstützung der Band entstand so ein großes Musik-Porträt, das - wie auch das Publikum, das bisher wenig mit Metallica anfangen konnte, im Rahmen der Viennale 2004 bestätigte - sowohl die Band als auch deren Musik plötzlich menschlich und sehr sympathisch zeigte. Berlinger und Sinofsky begleiteten Hetfield und Co. durch den gesamten Entstehungsprozess des letzten Albums "St. Anger", der sich schließlich Jahre hinzog.

"Rock-Dokumentationen waren normalerweise immer idolisierend", sagte Berlinger. Er und Sinofsky hätten mit "Metallica: Some Kind Of Monster" versucht, das zu vermeiden und ein authentischeres und realistischeres Bild zu liefern. Es gehe nicht mehr um die "Ikonisierung von Stars", wie dies etwa noch mit den Rolling Stones der Fall war, sondern vielmehr um eine andere Perspektive auf das Musik-Business und die Medien: "Uns ging es um das Niederreißen von Stereotypen." Tja, quod erat demonstrandum...

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