Merry Christmas

Kriegsfilm/Drama, F/D/GB/B/RO 2005
Weihnachtswunder mit Starbesetzung

Weihnachtswunder mit Starbesetzung

Mit dem ergreifenden Drama "Merry Christmas" liefert der französische Autor und Regisseur Christian Carion ("Eine Schwalbe macht den Sommer") ein flammendes Plädoyer gegen den Krieg, der mit jedem Schritt, den die Männer aufeinander zugehen, absurder wirkt. Und das kaum Vorstellbare: Der Film basiert auf tatsächlichen Geschehnissen.

Weihnachten 1914: Desillusioniert hocken die deutschen, französischen und schottischen Soldaten in ihren Schützengräben an der Westfront. Zu ihnen gehört ein deutscher Operntenor (Benno Fürmann), der nach einem Konzertabend mit seiner Partnerin (Diane Krüger) wieder zu den Kameraden zurückkehrt. Als er dort am Heiligabend "Stille Nacht" anstimmt, ertönen plötzlich Dudelsackklänge der Schotten, und die Franzosen applaudieren jubelnd. Die miteinander verfeindeten Soldaten springen aus ihren Schützengräben, stellen Weihnachtsbäume im Niemandsland auf und beginnen miteinander zu feiern.

Diese unglaubliche Geschichte, in der die verfeindeten Truppen am Weihnachtsabend gemeinsam feiern, hat sich tatsächlich im Ersten Weltkrieg ereignet. Einige Tage lang begraben die deutschen, französischen und britischen Soldaten gemeinsam die Toten, spielen Fußball und bieten den vermeintlichen Gegnern bei Luftangriffen sogar Zuflucht in ihrem Schützengraben. Als die Heeresleitungen von dieser "Verbrüderung mit dem Feind" erfahren, werden die Männer an eine andere Front versetzt.

In "Merry Christmas" leiht der mexikanische Tenor Rolando Villazón, der bei der diesjährigen "Echo"-Preisverleihung zum "Sänger des Jahres" gekürt wurde, dem Hauptdarsteller seine Stimme. Dennoch nahm Fürmann mehrere Wochen lang Gesangsunterricht, um sich auf diese Rolle vorzubereiten.

Mit dieser ungewöhnlichen Weihnachtsgeschichte bringt Regisseur Carion ein bewegendes, historisches Ereignis auf die Leinwand. Mit Mut, Menschlichkeit und Zivilcourage setzten sich 1914 an der Westfront die Soldaten über die Befehle der militärischen Machthaber hinweg und lebten einige Tage lang den "Kleinen Frieden im Großen Krieg". Nach diesem Waffenstillstand wirkte die Fortsetzung des Krieges nur noch wie eine absurde Farce. Carion setzte diesen Soldaten nun ein Denkmal.

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