Meine Frau, unsere Kinder und ich

Komödie, USA 2010
Ben Stiller und die liebe Familie

Ben Stiller und die liebe Familie

Gaylord Focker und seine chaotische Familie sind wieder zurück auf der Leinwand. "Meine Frau, unsere Kinder und ich" nennt sich die Komödie mit Ben Stiller, der als Krankenschwester Greg vom verliebten jungen Mann zum Familienvater und treusorgenden Ehegatten gereift ist.

Im trauten Heim mit Ehefrau Pam (Teri Polo) und den Zwillingen geht alles seinen gewohnt-chaotischen Gang, bis die Verwandtschaft zu Besuch kommt. Vor allem Schwiegervater Jack (Robert De Niro) sorgt für aberwitzige und komisch-dramatische Verwicklungen, Turbulenzen und Peinlichkeiten - ein Kinospaß, bei dem man sich den Weihnachtsstress von der Seele lachen kann. Die Geschichte ist schnell erzählt: Im Großen und Ganzen geht es darum, wie sich Pam und Greg von ihren wohlmeinenden Eltern emanzipieren müssen. Das wollen die Alten nicht zulassen und mischen munter mit. Jack will seinen entsetzten Schwiegersohn gar als neues Oberhaupt der Byrnes-Familie, als Godfocker, installieren - wenn er sich als würdig erweist. Das hindert ihn aber nicht daran, seinen Schwiegersohn gleichzeitig mit kleinen fiesen Tricks zu demontieren.

Viel Neues bringt der Film nicht. In bewährter Slapstick-Manier setzt er die beiden ersten Focker-Streifen "Meine Braut, ihr Vater und ich" und "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich" fort. Nach dem ersten Drittel ist absehbar, welche Fallstricke auf Greg warten. Dieses Mal ist es vor allem die bildhübsche Arzneimittelvertreterin Andi Garcia (Jessica Alba), mit der ihm sein Schwiegervater ein Verhältnis unterstellt. Nicht überraschend ist auch, dass Pams Exfreund auftaucht: Kevin, der immer noch Gefühle für seine Verflossene hegt und zu allem Überfluss auch noch unglaublich reich und erfolgreich ist.

Doch langweilig wird das Werk von "American Pie"-Regisseur Paul Weitz dennoch nicht. Jede Menge verrückte Einfälle, schlagfertige Dialoge und herrlich-komische Peinlichkeiten lassen einen schnell vergessen, das man manches bereits vorausgeahnt hat. Das liegt nicht zuletzt an der hervorragenden Riege an Schauspielern, die im nunmehr dritten Film schon wie vertraute Familienmitglieder wirken: Robert De Niro als grummelnder Jack Byrnes, der immer noch eifersüchtig über seine geliebte Tochter Pam wacht und den seine Ehefrau Dina (Blythe Danner) nur mit Mühe bändigen kann. Hinzu kommen Barbra Streisand und Dustin Hoffman als Gregs durchgeknallte Eltern Samantha und Bernie Focker und Owen Wilson als Ex-Lover Kevin, der ganz in Weiß wie eine Lichtgestalt daher kommt. Harvey Keitel glänzt mit einem Gastauftritt als derber Bauarbeiter Randy.

Kinotipps
Die Legende vom hässlichen König

Die Legende vom hässlichen König

Kinotipps
Joy

Joy

Austro-Filmerin Sudabeh Mortezai taucht mitten in Wien in die schmutzige Welt von Menschenhandel und Zwangsprostitution ein

Kinotipps
Mia und der weiße Löwe

Mia und der weiße Löwe

10-jähriges Mädchen (Daniah de Villiers) will sich in ihrer neuen Heimat Südafrika nicht einleben – ein Löwenjunges soll ihre ...

Kinotipps
Chaos im Netz

Chaos im Netz

Im Nachschlag von Ralph reichts machen Wüterich Ralph und die quirlige Vanellope das Internet unsicher – zahlreiche Eastereggs ...

Kinotipps
Bohemian Rhapsody (Sing-along Version)

Bohemian Rhapsody (Sing-along Version)

Wie Freddie Mercury (Rami Malek) zum Leadsänger von Queen wurde und die Gruppe Weltruhm erlangte

Kinotipps
Love Machine

Love Machine

Als Musiker Georgy (Thomas Stipsits) in finanzielle Not gerät, beschließt er, seinen Körper der Damenwelt zur Verfügung zu ...