Mein Haus stand in Sulukule

Dokumentation, A 2010
Ein besonders grausames Beispiel der Gentrifizierung

Ein besonders grausames Beispiel der Gentrifizierung

Der Dokumentarfilm "Mein Haus stand in Selukule" der Österreicherin Astrid Heubrandtner erzählt von einem besonders dramatischen Fall von Gentrifizierung.

Der Istanbuler Stadtteil Sulukule galt als lebendiges Viertel, in dem die zum größten Teil aus Roma bestehende Bevölkerung für Tanz, Musik und gute Laune sorgte. Nachdem diesem bunten Treiben wegen vermuteter Unmoral per Gesetz ein Riegel vorgeschoben wurde, verloren dort viele Menschen ihre Einkommensgrundlagen und das Viertel verelendete. Ein Stadterneuerungsprogramm vertrieb die Bewohner, die sich die neuen, für ein zahlungskräftigeres Publikum angelegten Domizile nicht mehr leisten konnten. Sie wurden an den Stadtrand umgesiedelt, wo sie nicht willkommen sind.

Anhand des Beispiels Sulukule gelingt Regisseurin Heubrandtner ein Einblick in das Globale Phänomen einer gewaltsamen Veränderung und Vertreibung von Menschen sowie ein einfühlsames Porträt derer, die dabei auf der Strecke bleiben.

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