Max Minsky und ich

Komödie/ , D 2007
Nelly Sues Leidenschaft ist die Astronomie

Nelly Sues Leidenschaft ist die Astronomie

Der zauberhafte Kinderfilm "Max Minsky und ich" entstand nach einer Romanvorlage der in Berlin lebenden Amerikanerin Holly-Jane Rahlens, die auch das Drehbuch geschrieben hat. Regisseurin Anna Justice hält die Balance zwischen Witz und Ernsthaftigkeit mit Leichtigkeit und gibt so ihr Kinodebüt.

Nelly Sue Edelmeister ist 13, lebt in Berlin, und sie schleppt immer ein dickes Astronomie-Buch mit sich herum. Nur eine Leidenschaft ist noch stärker als ihre Liebe zu Sternen und fernen Planeten - die in ihrer Klasse als Außenseiterin geltende Nelly schwärmt heimlich für einen luxemburgischen Prinzen. Als nun die Mädchen-Basketballmannschaft ihrer Schule zu einem Turnier unter der Schirmherrschaft eben jenes jungen Adeligen eingeladen wird, steht für Nelly fest: Sie muss in die Mannschaft. Doch der einzige, der ihr dabei helfen kann, ist ausgerechnet der abweisende Max Minsky.

Nicht nur mit dem Erwachsenwerden muss die pfiffige und selbstbewusste Nelly (Zoe Moore) fertig werden. Ihr Papa (Jan Josef Liefers) fängt heimlich eine Liebesaffäre ausgerechnet mit der Mutter von Max (Emil Reinke) an. Und dann ist da noch Nellys aus New York stammende Mutter (Adriana Altaras), die darauf besteht, dass ihre Tochter ihre Bat Mizwa feiert, die rituelle Aufnahme eines jungen Menschen in die jüdische Gemeinde.

Dabei schwänzt Nelly in letzter Zeit immer häufiger die vorbereitenden Hebräisch-Stunden - "ich glaube an die Wissenschaft", begründet sie ihr Misstrauen gegenüber der Religion. Doch Nellys Schwänzerei hat noch einen ganz anderen Grund. Ihre ganz eigene Sicht der Dinge bringen Nellys Ratgeberinnen, drei alte jüdische Damen (Monica Bleibtreu, Rosemarie Fendel und Hildegard Alex), ins Geschehen ein.

Von Rahlens Roman, der im Originaltitel "Prinz William, Maximilian Minsky und ich" heißt, weicht die Filmhandlung etwas ab - das tut dem Spaß und der Glaubwürdigkeit der Geschichte aber keinen Abbruch.

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