Mathilde - Eine große Liebe

Drama/Romanze, F/USA 2004
Mathilde - Eine große Liebe

Die Mischung aus Kriegs- und Liebesfilm ist immer heikel: Zu viel Schmachten ist unmodern. Zu viel Schlachten schreckt das breite Publikum ab. Auf die Balance kommt es an. Ein annähernd perfektes Gleichgewicht zwischen Sehnsucht und Grausamkeit erreicht "Mathilde - Eine große Liebe".

Der Regisseur Jean-Pierre Jeunet hat mit Audrey Tautou, dem Star seines Erfolgs "Die fabelhafte Welt der Amélie", einen typischen Jeunet-Film über den Ersten Weltkrieg gedreht. Das Ergebnis ist ähnlich und doch ganz anders als "Amélie": Französisch, melodramatisch und schön.

Audrey Tautou ist Mathilde, eine junge Frau von der bretonischen Küste, deren Verlobter Manech nicht aus dem Ersten Weltkrieg zurückkehrt. Alles spricht dafür, dass Manech tot ist. Aus den Akten geht hervor, dass er sich selbst in die Hand geschossen hat, um den Schützengräben zu entkommen. Ein Kriegsgericht schickte ihn deshalb ins Niemandsland zwischen der französischen und deutschen Front in den sicheren Tod. Nur seine Leiche hat niemand gesehen.

Mathilde spielt Tuba, das einzige Instrument, das Notsignale nachmachen kann. Unerschütterlich versucht sie, die Ereignisse zu rekonstruieren. Mit kriminalistischer Energie gräbt sie sich tiefer und tiefer durch das grausame, schmutzige, verwirrende Chaos des Krieges. Ihre Hoffnung ist wie ein Leuchtturm in dunkeln Zeiten. Niemals zweifelt sie, dass ihr Liebster noch lebt. Sie würde es spüren, wenn er gestorben wäre. Allein dieses Gefühl treibt sie gegen alle Vernunft als roter Faden durch widersprüchliche Berichte und Akten.


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