Marley und Ich

Komödie/Drama, USA 2008
John, Jenny und ein Teufel im flauschigen Fell

John, Jenny und ein Teufel im flauschigen Fell

Mit "Marley und Ich" kommt der US-Weihnachts-Hit des vergangenen Jahres auch bei uns in die Kinos. Jennifer Aniston und Owen Wilson spielen ein Journalisten-Paar, das sich statt eines Kindes zunächst einmal einen Hund anschafft. Doch der niedliche Labrador-Welpe legt blitzschnell 45 Kilo zu und erweist sich auch nicht gerade als leicht erziehbar. So nimmt die Familienkomödie ihren Lauf.

Zu Beginn des Films sind John und Jenny in Florida auf Job- und Haussuche und stellen sich die Frage nach Kindern oder Karriere. Da kommt Marley auf den ersten Blick gerade recht, man schafft sich erstmal einen Hund an. Von nun an schimpfen und lachen die beiden über den "schlimmsten Hund der Welt". Marley frisst sich durch Wände und Kissen, verschluckt Schmuck, trinkt aus dem Klo, jagt den Postboten, zieht Tische über den Bürgersteig, jault im Gewitter, schlägt den Hundesitter in die Flucht und fliegt aus der Benimm-Schule raus. Die drei Babys, die sich das Paar noch zulegt, sind geradezu ein Kinderspiel verglichen mit dem vierbeinigen Star.

US-Regisseur David Frankel, der zuvor "Der Teufel trägt Prada" inszenierte, bringt mit "Marley und Ich" einen treuherzigen Teufel mit Fell in die Kinos. Die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von US-Autor und Zeitungskolumnist John Grogan. Zusammen mit seiner Frau Jenny adoptierte er den Labrador Marley, der sich prompt als schwieriger Fall erwies. 22 Hunde teilen sich die Ehre, Marley spielen zu dürfen, zur Hälfte Welpen, zur Hälfte ausgewachsene Tiere, die den Star ohne Spezialeffekte um 13 Jahre altern lassen.

Die Beziehungskomödie, die auf das einfache Erfolgsrezept süße Tiere und nette Kinder setzt, hat zumindest den Hundeliebhabern unter den Kinogängern zwei rührig-turbulente Stunden zu bieten. Beim Kinostart in Nordamerika an Weihnachten bescherte der Familienfilm das beste Feiertagsergebnis aller Zeiten. Nicht einmal beißende Kritiken konnten den Erfolg trüben. So klagte das renommierte Branchenblatt "Hollywood Reporter": "Selten hat ein Studiofilm so wenig Drama und auch nicht viel Komödie zu bieten, außer wenn der Hund herumtollt." Aniston und Wilson haben es schwer, neben dem Vierbeiner Profil zu entwickeln. Als zweibeinige Nebendarsteller glänzen hingegen Alan Arkin, Kathleen Turner und Eric Dane.

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