Mama Africa - Miriam Makeba

Dokumentation, FIN/D/ZA 2011
Miriam Makeba anno 1955

Miriam Makeba anno 1955

Für die Sängerin Miriam Makeba stand der Kampf um die Menschenrechte im Fokus ihrer Gesangskarriere - spätestens seit das südafrikanische Apartheidregime sie 1959 nach einer Tournee nicht in ihr Land zurückkehren ließ. Regisseur Mika Kaurismäki, Akis älterer Bruder, zeichnet in "Mama Africa - Miriam Makeba" ein wildes, pralles Leben nach, das 2008 mit einem Herzinfarkt auf der Bühne endete.

Miriam Makeba gilt als erste afrikanische Musikerin, die es zu internationalem Starruhm brachte. 1959 wurde sie von Südafrika ins Exil vertrieben, nachdem sie in dem Apartheid-kritischen Dokumentarfilm "Come Back, Africa" mitgewirkt hatte. Der legendäre Harry Belafonte half ihr bei der Einreise in die USA, wo sie 1962 bei einer Geburtstagsfeier von John F. Kennedy auftrat, für Marlon Brando sang und 1967 mit "Pata Pata" ihren ersten Welthit hatte. Doch auch in den ach so freien Vereinigten Staaten von Amerika wurde sie zur Persona non grata, als sie 1968 den Black-Panther-Aktivisten Stokely Carmichael heiratete und ins Visier des FBI geriet. Schließlich fand sie Zuflucht in Guinea, wo sie ihr Engagement gegen die Apartheid-Politik in Südafrika fortsetzte. In ganz Afrika wurde sie zur Ikone des Freiheitskampfes des Kontinents.

Den Lebensweg dieser außergewöhnlichen Künstlerin, die mehr als 50 Jahre lang musikalisch für Furore sorgte, stellt Regisseur Mika Kaurismäki mit Hilfe von seltenen Dokumentaraufnahmen und zahlreichen Interviews dar.

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