Maleficent

Action/Abenteuer, USA 2014
Angelina Jolie spielt die böse Hexe

Angelina Jolie spielt die böse Hexe

Das Märchen von "Dornröschen" kennt man. Doch was ist mit der bösen Fee? Warum ist sie so wütend und gemein, dass sie die Prinzessin kurz nach ihrer Geburt verflucht? Robert Strombergs "Maleficent - Die dunkle Fee" geht dieser Frage auf den Grund. Vorlage des aufwendig gedrehten 3D-Films von Disney ist ganz klar der Zeichentrickfilm "Dornröschen" von 1959.

Der Film beginnt mit einer fröhlichen, jungen Maleficent, die mit den anderen Bewohnern der Zauberwelt Späße treibt. Doch das Verhängnis naht in Gestalt eines Buben, der sich in das Reich aus Moor und Wald wagt. Maleficent und Stefan werden beste Freunde und verlieben sich. Doch Stefans Gier nach Macht und Reichtum setzt dieser Liebe ein Ende und gipfelt schließlich in einem bitterbösen Verrat. Die zutiefst verletzte Fee schwört Rache.

Als die Tochter des Königs, Aurora (Elle Fanning), geboren wird, entlädt Maleficent (Angelina Jolie) ihren jahrelang aufgestauten Hass in einem vernichtenden Fluch, der das Mädchen an seinem 16. Geburtstag in einen immerwährenden Schlaf schicken soll. Wohlbehütet von drei Feen wächst sie in einem Haus im Wald auf. Auch Maleficent und ihr Gefährte Diaval (Sam Riley) beobachten heimlich das fröhliche, unbeschwerte Kind. Der Liebreiz und die Güte Auroras (Elle Fanning) sind so groß, dass sogar die finstere Fee zu zweifeln beginnt, ob ihr Fluch richtig war.

Die Botschaft des Films ist: Wer böse ist, hat oft einen Grund dafür. Bei Maleficent ist es der Verrat, der sie zutiefst erschüttert hat. Anders als in früheren Verfilmungen von Dornröschen weckt sie deshalb Sympathien. Der wirkliche Bösewicht ist ein ganz anderer. Deshalb ist auch das Ende des Films nur folgerichtig, das zudem die Stärke der Frauen beschwört.

"Maleficent" liegt damit ganz auf der Linie von Filmen wie "Merida - Legende der Highlands", einer trotzigen und mutigen Prinzessin. Sie sind nicht länger hilflose Wesen, die auf einen starken Retter in Gestalt eines edlen Prinzen warten wollen. Im Gegenteil. Die Frauen wollen ihr Schicksal selbst gestalten - im Film wie auch in der Realität.

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